Bad Mergentheim

Ökumenisches Theobaldsfest In Edelfingen wurde gefeiert

Kirche sollte „auch mal lustig sein“

In ökumenischer Zusammenarbeit feierten die Kirchengemeinden am evangelischen Gemeindehaus ihr „Theobaldsfest“. Unter dem Motto „Lust auf Kirche“ stand es jetzt.

Edelfingen. Es ist bewährte Tradition, dass ein ökumenischer Gottesdienst auf der Wiese hinter dem Gemeindehaus das Fest einleitet. Was ihnen Lust auf Kirche mache, sollten die zahlreichen Besucher zunächst für sich festhalten und dann übers Mikrofon den Anderen mitteilen. Jung und Alt waren sich da weitgehend einig. „Ansprechende Predigt, die auch Zeitfragen aufgreift, gute Musik, auch mit moderneren Liedern, und eine echte Gemeinschaft“– eben „authentische Menschen erleben“ und „Kirche sollte auch mal lustig sein“. In ihrer Festpredigt rief Pfarrerin Barbara Wirth zu „bewusstem Vertrauen“ auf. „Wenn der eine Pfarrer nichts taugt, dann gehe ich eben zum anderen in den Gottesdienst. Man braucht niemand vertrauen, nur weil er von der Kirche ist.“ Der katholische Pastoralreferent Jens Jörgensmann setzte den theologischen Akzent auf die Wirkung des Heiligen Geistes und ermunterte dazu, „das Pfingstereignis auszufalten“. Am Team-Geist in der Kirche könne man sehen, ob der Geist Gottes hier wirksam sei. Barbara Wirth fasste abschließend zusammen: „Wo die Lebenslust größer wird, da ist der Weg richtig. Was uns gut tut, was allen gut tut, das ist richtig“. Ein Team aus Vertretern der evangelischen und katholischen Kirche hatte die Feier mit vorbereitet und wirkte beim Gottesdienst mit. Für die musikalische Gestaltung sorgten Hans-Ulrich Nerger, Peter Eisenkrämer und Claudia Dennstädt.

Im Rahmen des Gottesdienstes wurde auch Mesnerin Edeltraud Knoll verabschiedet. Sie habe „ganz viel Lust auf Kirche“, würdigte die Pfarrerin ihre Leistung für die Vorbereitung und Durchführung vieler Gottesdienste und das Mitdenken bei dem, was für die Kirchengemeinde wichtig sei. Für die Bewirtung war ein eingespieltes Team verantwortlich. Die Besucher hatten Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Für die Kinder boten die Konfirmanden Spiele an. Zum Abschluss des Theobaldsfests lud Barbara Wirth die Gäste zum fröhlichen gemeinsamen Singen in gemütlicher Runde ein, das beim Theobaldsfest „Rudelsingen“ heißt. peka