Bad Mergentheim

Kinderspielstadt Oberbürgermeister überreicht die symbolischen Schlüssel / 50 Berufe zeigen, wie ein Gemeinwesen funktioniert / Blog im Internet

„Kiss Me“ auch im zehnten Jahr voller Energie

BAD MERGENTHEIM.Nicht nur Bad Mergentheim wächst, auch die Kinderspielstadt „Kiss Me“ ist über die Jahre immer größer geworden.

Bad Mergentheim. In der derzeit laufenden zehnten Auflage hat Oberbürgermeister Udo Glatthaar nun die symbolischen Schlüssel an die Bürgermeister von „Kiss Me“ überreicht. Der Rekordsommer hat auch Auswirkungen auf die rund 300 Bürger zählende Gemeinschaft im Schulzentrum Au. Kinder-Bürgermeister Juno Faber (9) aus Igersheim beispielsweise hat mit Blick auf das Wetter im Wahlkampf versprochen, dass Getränke nur noch halb so viel Kiesel (die Kiss-Me-Währung) kosten sollen wie bisher. Seine Amtskollegin Anna Formuliant (12) aus Bad Mergentheim dagegen hat sich unter anderem das Thema Sicherheit auf die Fahnen geschrieben, da bereits in den ersten Tagen 60 Kiesel aus der Bank geraubt worden waren.

Oberbürgermeister Udo Glatthaar gratulierte den beiden zur Wahl. Die Doppel-Spitze der Kiss-Me-Gemeinschaft hatte sich in einem Kandidatenfeld aus 22 Bewerbern durchgesetzt. Nachdem der OB gemeinsam mit Stadträten, Gästen und Sponsoren von Anna und Juno eine Führung durch das weitläufige Areal bekommen hatte, verkündete er live über das „Kiss-Me-Radio“: „Die beiden Bürgermeister machen ihre Sache echt gut.“ Und er lobte: „Kiss Me ist wirklich toll, hier ist überall was los!“

Bei der morgendlichen Bürgerversammlung hatte der OB bereits die rund 50 Helfer um die pädagogischen Leiter Kornelia Perleth und Stefan Rückert sowie die zahlreichen Sponsoren des ambitionierten Ferienprogramms der Stadt Bad Mergentheim in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Igersheim gewürdigt. Einige Sponsoren sind ebenfalls schon im zehnten Jahr dabei, zum Beispiel der Bad Mergentheimer Zustellstützpunkt der Deutschen Post, der neben dem Material für die Kiss-Me-Boten zum Jubiläum auch eigene Kiss-Me-Briefmarken gedruckt hat.

Handwerk und Medien

Überhaupt gibt es wieder eine große Vielfalt an Tätigkeiten. Mehr als 50 Berufsfelder in Behörden, beim Handwerk, in den Medien, in der Gastronomie oder bei Ordnungsdiensten hat das Arbeitsamt morgens abzudecken. Selbst ein Freizeit- und Unterhaltungssektor hat sich etabliert. Der besondere Clou, der auch nach Jahren noch fasziniert: All diese Tätigkeiten greifen ineinander, bauen aufeinander auf und brauchen einander. Eindrücklicher lässt sich kaum erleben, wie ein Gemeinwesen funktioniert. Selbst Steuern müssen hier bezahlt werden.

Und „Kiss Me“ steckt selbst bei tropischen Temperaturen voller Energie. Hier machen sich alle mit Eifer ans Werk, auf dass die Spielstadt funktioniert.

Nächste Woche werden noch einmal an die 300 Kinder die Kiss-Me-Bürgerschaft bilden. Einige sind auch in beiden Veranstaltungswochen dabei. Insgesamt werden 2018 rund 470 Kinder mitmachen.

Aktuelle Bilder, Filmbeiträge und Zeitungsberichte direkt aus der Kinderspielstadt können in den kommenden Tagen wieder online abgerufen werden. „Kiss Me – das Blog aus der Spielstadt“ ist direkt über die städtische Internetseite www.bad-mergentheim.de erreichbar. Eltern können täglich um 14.30 Uhr den „Elterngarten“ besuchen und bekommen dann Einblicke. Für Außenstehende öffnet die Spielstadt am Freitag, 10. August, um 14.30 Uhr ihre Türen und es werden exklusive Führungen angeboten. Denn eigentlich gilt: Für Erwachsene kein Zutritt. stv