Bad Mergentheim

Mitgliederstatistik Zuwachs beim Landessportbund

Leichtes Plus auch im Sportkreis

Archivartikel

Bad Mergentheim.Der Württembergische Landessportbund (WLSB) verzeichnet in seiner Mitgliederstatistik das zweite Plus in Folge. Zum Stichtag 1. Januar 2018 meldeten 5701 Sportvereine in Württemberg genau 2 063 824 Mitglieder. Das ist ein Zuwachs von 9935 Personen oder etwa einem halben Prozent. Zugleich nähern sich die Mitgliederzahlen schrittweise ihrem historischen Höchststand von 2009 an. Damals zählte der WLSB insgesamt 2,076 Millionen Mitglieder. Positiv ist auch die Entwicklung im Sportkreis Mergentheim.

Die größten Zuwächse über alle Vereine in Württemberg hinweg gab es in den Altersgruppen null bis sechs Jahre (+2282), 19 bis 35 Jahre (+6302) und bei den über 65-Jährigen (+5655). Der größte Rückgang wurde bei den 15- bis 18-Jährigen (-4493) erfasst.

„Es ist sehr erfreulich, dass in so gut wie allen Sportkreisen die jungen Erwachsenen wieder häufiger den Weg in die Sportvereine finden,“ sagt WLSB-Präsident Andreas Felchle. Sorgen bereiten ihm dagegen die steten Rückgänge bei den Jugendlichen. „Hier liegen wir aktuell mit etwa 160 000 Mitgliedern zwischen 15 und 18 etwa auf dem Niveau von vor 20 Jahren“, sagt Felchle.

Es müssten daher Wege gefunden werden, um die Jugendlichen am besten im Wettkampf- und Ligabetrieb, zumindest aber im Verein zu halten.

Der Sportkreis Mergentheim verzeichnet in der Mitgliedermeldung ein Plus: Den 63 Sportvereinen gehörten zum Stichtag 17 263 Personen an. Das sind 85 Mitglieder oder 0,49 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Organisationsgrad, also der Anteil der Vereinsmitglieder an der Gesamtbevölkerung im Kreis, liegt bei 37,78 Prozent.

„Dieses Ergebnis freut mich sehr. Der Mitgliederzuwachs ist ein klares und positives Zeichen an unsere Vereine und bestätigt das große ehrenamtliche Engagement der vielen Betreuer, Trainer und Funktionäre über das ganze Jahr hinweg. Es zeigt, dass die Vereine durch ihre vielfältigen Sport- und Freizeitangebote attraktiv für alle Aktiven und Passiven in unserem Sportkreis sind“, sagt Sportkreis-Vorsitzender Volker Silberzahn zum Ergebnis der Bestandserhebung 2018. Die überwiegend ehrenamtlich geführten Sportvereine seien auch in Zukunft eine starke Säule der Gesellschaft, insbesondere für die Attraktivität der Städte und Gemeinden. Sie dauerhaft angemessen zu fördern, müsse daher auch von den Kommunen als selbstverständliche Aufgabe verstanden werden.

In der Rangliste der württembergischen Sportfachverbände gab es 2018 im Vergleich zu 2017 keine Verschiebungen. Die meisten Vereinsmitglieder gingen an den Schwäbischen Turnerbund (695 600/+7998). Platz zwei belegt der Württembergische Fußballverband mit 511 355 Mitgliedern (+5166). An dritter Stelle steht der Württembergische Tennisbund mit 165 558 Mitgliedern (-1152). Das größte Plus mit 17,1 Prozent gab es für den Basketballverband Baden-Württemberg, dem nun 17 608 Sportler angehören.

Die gesamte WLSB-Mitgliederstatistik 2018 findet man unter www.wlsb.de unter dem Reiter „Der WLSB“ im Bereich WLSB-Statistik.