Bad Mergentheim

Wahlkampf CDU führte Bürgergespräche in Bad Mergentheim, Lillstadt, Stuppach und Lustbronn / Zahlreiche Problem-Themen diskutiert

„Lillstadter Kinder müssen auf der Straße ins Dorf laufen“

Bad Mergentheim.Die CDU hat ihre Bürgergespräche in Bad Mergentheim, Lillstadt, Stuppach und Lustbronn fortgesetzt.

In Bad Mergentheim hatte sich die CDU besonders dem Thema Innenstadtentwicklung gewidmet. Stadtrat Hanspeter Fernkorn stellte die aktuelle Situation im Bereich Marktplatz, Gänsmarkt und Hans-Heinrich-Ehrler-Platz sowie die städtebaulichen Perspektiven am Gelände des ehemaligen Handelshofs dar.

Die Fraktion machte deutlich, dass sie sich für eine zügige Umsetzung der Planungen auf diesem Areal und besonders für die Schaffung von Einkaufsmöglichkeiten im Bereich Lebensmittel einsetze, da hier ein großer Bedarf in der Bürgerschaft bestehe. Die Hauptachse in der Stadt zwischen Oberem Markt und Gänsmarkt müsse in den weiteren Planungen aufgewertet aber weiterhin gut erreichbar bleiben.

Eine lebendige Innenstadt brauche intelligente Verkehrsführungen und die problemlose Erreichbarkeit von Geschäften, Dienstleistern, Unternehmen, Gastronomie und touristischen Angeboten. Beim Bürgergespräch im Schloßcafé stellte die Fraktion ihren Antrag zur Schaffung eines Bürgerhaushaltes dar.

Der CDU gehe es darum, dass Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen die Möglichkeit bekommen, ihre Ideen und Projekte selbst umzusetzen. Das große bürgerschaftliche Engagement in der Stadt werde durch den Bürgerhaushalt gestärkt.

Ortsvorsteherin und Stadträtin Birgit Teufel freute sich, die Kollegen in Lillstadt, Stuppach und Lustbronn begrüßen zu können. Beim Besuch in Lillstadt befassten sich die Teilnehmer besonders mit der Schaffung eines Treffpunkts für die Bürger. Die CDU-Fraktion werde dies im Gemeinderat unterstützen, so die Zusage der Teilnehmer. Der Bürgerhaushalt sei hierfür wie geschaffen. Lob gab es für das ehrenamtliche Engagement der Lillstadter zu Planung und Umsetzung des Bürgertreffs. Die Fraktion werde sich für eine zügige Realisierung einsetzen.

Schulbusse können nicht wenden

Weiter nahmen die Teilnehmer ein großes Ärgernis in Augenschein. Da einige Schulbusse in der Ortsmitte nicht wenden können, „lassen die Fahrer die Kinder einfach weit vor der Ortschaft aussteigen und die Kinder müssen ohne Gehweg auf der Straße entlang zum Ort laufen“. Man war sich einig, dass dieser Zustand nicht länger akzeptiert werden könne. Die CDU werde das Gespräch mit dem Ordnungsamt suchen und das Thema auch im Rat aufgreifen. Man werde eine umgehende Beseitigung des Problems einfordern. Zudem werde man den starken Durchgangsverkehr thematisieren.

In Stuppach verschaffte sich die Gruppe zunächst ein Bild vom Dorfplatz in der Ortsmitte. Man war sich schnell einig, dass eine Änderung der Bepflanzung und eine Überplanung des Platzes zur Steigerung der Aufenthaltsqualität sinnvoll seien. Weiterhin befasste man sich mit der Baumaßnahme zur Erneuerung der Maueranlage unterhalb der Kirche und mit dem Abverkauf der Plätze im Baugebiet. Der Weg führte die Teilnehmer danach in den alten Schulhof, dessen Belag dringend zur Erneuerung ansteht. Die Fraktion sagte der KLJB Stuppach für die Renovierung und die Erneuerung der Stromverteilung in ihren Räumen Unterstützung zu.

Im Anschluss stellte F. Scherer der Fraktion die Situation in der Grundschule und den dringenden Bedarf im Bereich der Digitalisierung dar. Besonders die schnelle Internetverbindung für das Schulhaus sei dringend erforderlich. Die Fraktion sagte zu, die Themen mit dem Amt für Schule und Bildung sowie mit der Wirtschaftsförderung zu besprechen.

Abschließend besuchte die Gruppe das Feuerwehrgerätehaus und verschaffte sich ein Bild von der beengten räumlichen Situation. Die Fraktion machte deutlich, dass sie eine Lösung für die Situation unterstützen werde. Angeregt wurden zudem, eine zusätzliche Querungshilfe über die Durchgangsstraße und eine Verbesserung des Zustandes des Sportplatzes.

Im Anschluss stand der Rundgang in Lustbronn an. Die Gruppe besuchte die Kirche und verschaffte sich einen Eindruck von den gravierenden Bauschäden und den geplanten Sanierungsmaßnahmen. Die Fraktion begrüßte die Anstrengungen der Kirchengemeinde und der Diözese zur Sanierung. Danach befasste man sich mit der Situation am Luchsbrunnen und dem Zulauf zum Wasserbehälter. Die CDU hatte bereits Mittel beantragt, die vom Gemeinderat beschlossen wurden. Die Umsetzung lasse jedoch auf sich warten. Die Fraktion sagte zu, das Thema nochmals gegenüber der Stadtverwaltung und in den Gremien aufzugreifen. Im Laufe des Haushaltsjahres müsse eine Erledigung erfolgen.

Genauso verhielt es sich mit der fehlenden Mauer entlang der L 514, die vor einigen Jahren entfernt wurde. Hier werde man mit der Kreis- und Stadtverwaltung Kontakt aufnehmen und einen Ersatz der Mauer einfordern. cdu