Bad Mergentheim

Im Reinhold-Würth-Haus Generalleutnant Bohrer sprach über die Bundeswehr

Logistik als komplexe Aufgabe

Bad Mergentheim.„Bundeswehr – die etwas andere Logistik“, war das Thema des 14. „Ketterberg-Dialogs“ im Reinhold-Würth-Haus vor rund 140 Zuhörern.

Veranstalter war die Firma „Würth Industrie Service“. Referent war Generalleutnant Peter Bohrer, Stellvertreter des Inspekteurs der Streitkräftebasis. Er führte die Gäste in seinem Vortrag durch die Anforderungen, Prozesse und die Komplexität der Logistik bei der Bundeswehr.

Kräfte der Bundeswehr seien heute in vielen Ländern außerhalb Deutschlands eingesetzt, sagte Bohrer. Versorgungssicherheit habe dabei oberste Priorität – im Zweifel auch vor Effizienzgesichtspunkten. Insbesondere die Verlegung der Truppen in die Einsatzgebiete, aber auch ihre Rückverlegung, seien eine komplexe logistische Operation. Auf der anderen Seite müsse das logistische System der Bundeswehr in Deutschland, ähnlich industrieller Systeme, vorrangig Effizienzkriterien genügen.

„System muss wachsen“

Lagerflächen seien seit Ende des Kalten Krieges reduziert, Vorräte an Munition, Ersatz- und Austauschteilen abgebaut worden. Heute, mit der Neubetonung von Landes- und Bündnisverteidigung, müsse demgegenüber auch das logistische System der Bundeswehr wieder wachsen. Im Anschluss an den einstündigen Vortrag blieb noch ausreichend Zeit für Diskussionen im traditionsreichen Ambiente des Würth-Hauses.

Nach den interessanten Vorträgen im vergangenen Jahr mit Dr. Guido Steinberg, Generalleutnant a.D. Lahl, Brigadegeneral a.D. Johann Berger, Prof. Dr. Gabi Dreo Rodosek und nun Generealleutnant Peter Bohrer werden auch in diesem Jahr weitere zeitgemäße Themenfelder aufgegriffen und die Vortragsreihe damit fortgesetzt.

Die nächsten Termine sind für den 4. Juli sowie 21. November bereits fix angesetzt.