Bad Mergentheim

Empfang Bürgermeisterin Heike Naber würdigt hohen Einsatz des Theatervereins / Heidi Maedel „treibende Kraft“

Mit Mut, Wertschätzung und Engagement unterwegs

Niederstetten.Beim Empfang der Ehrengäste, darunter MdB Alois Gerig, viele Bürgermeister der Region und Alt-Landrat Georg Denzer, brachte es Niederstettens Bürgermeisterin Heike Naber vor der Premiere von „Kohlhiesels Töchter“ im Tempele auf den Punkt: Der „Sommernachtstraum“ gehe weiter, dabei bezog sie sich auf dieses auf der Freilichtbühne 2016 gefeierte Stück von Shakespeare.

Die Theatertruppe wurde dafür unter 159 Bewerbungen mit dem Kunststaatspreis Baden-Württemberg ausgezeichnet. Es war „der beste Sommernachtstraum, den die Fachjury im Amateurbereich je gesehen“ hat, hieß es bei der Preisverleihung in Karlsruhe. Für Heike Naber drängte sich die Frage auf: „Steht der Regisseur Ulrich Schulz bzw. der ganze Theaterverein jetzt nicht unter einem enormen Druck? Sind die Erwartungen nicht zu hoch?“

Zum Glück stelle sich in Niederstetten nicht die Frage des Aufhörens. Dabei bezog sie sich auf den Sport, wo man bekanntlich auf dem Höhepunkt abtreten soll. Doch umso entschiedener kam ihre Antwort: Die Auszeichnung sei Ansporn genug, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Sie sei gespannt darauf, wie sich der Regisseur nach Shakespeare „einem platten Gassenhauer aus den 60er Jahren“ nähern werde. Drei Voraussetzungen gebe es für den Erfolg des Freilichttheaters: „Man braucht Mut, Wertschätzung und Engagement“. Hier galt ihr besonderer Dank ihren Vorgängern im Amt, Kurt Finkenberger und Rüdiger Zibold, für die Einrichtung und den Erhalt des Freilichttheaters im Tempele. Nach dem Dank an örtliche und regionale Betriebe für die finanzielle Hilfen dankte Naber den rund 150 aktiven Mitgliedern im Theaterverein und ergänzte: „Jede noch so kleine Begabung trägt zum Gelingen bei“. Als „zentrale Figur und treibende Kraft“ – so Heike Naber – würdigte anschließend die zweite Vorsitzende des Theatervereins Sandra Neckermann die immense Leistung und das nie nachlassende Engagement von Heidi Maedel. Die Vorsitzende freute sich sehr, legte aber gleich den Finger in offene Wunden: Es werde finanziell immer schwieriger und immer weniger Leute seien zur ehrenamtlichen Mitarbeit bereit. Ausdrücklich würdigte sie die ungebrochene Bereitschaft der Sponsoren. Bei der diesjährigen Produktion, die wegen eines Felssturzes gefährdet gewesen sei, galt ihre Wertschätzung Annette Hock-Puls, der Schreinerei Wagner in Oberstetten und der Firma Lightning Veranstaltungstechnik. ferö