Bad Mergentheim

Bad Mergentheimer Schulen Stadtwerk vernetzt die Einrichtungen / Anschluss an das Landeshochschulnetz „BelWü“ soll hergestellt werden

Modernisierung macht Schulen zukunftsfähig

Archivartikel

Bad Mergentheim.Schnelles Internet wird auch im Bildungsbereich immer wichtiger. Das Stadtwerk Tauberfranken hat daher die städtischen Schulen mittels Glasfaserkabel untereinander vernetzt. In einem weiteren Schritt sollen sie an das Landeshochschulnetz BelWü angeschlossen werden. Dies geschieht über die Vernetzung mit dem Mergentheimer Standort der DHBW, die – wie alle Universitäten und Hochschulen des Landes – BelWü bereits nutzt.

„BelWü“ steht für „Baden-Württembergs extended LAN“ und bezeichnet ein Datennetzwerk, dem Universitäten, Hochschulen, Schulen sowie öffentliche Bibliotheken angehören.

„Die Schulvernetzung in Bad Mergentheim mit dem Anschluss an das Landeshochschulnetz Baden-Württemberg ist ein Kraftakt, der letztlich den Schülern und einer zukunfsorientierten Ausbildung zugute kommt und den Schulen kostengünstigere Betriebsabläufe ermöglicht. Diese Leistungsfähigkeit ist etwa 10 000 mal schneller als eine übliche private Internetverbindung“, sagt Stadtwerk-Geschäftsführer Paul Gehrig.

Im Auftrag der Stadt hatte der regionale Energieversorger, der sich auch im Breitband-Bereich engagiert, die Vernetzung der Schulen übernommen.

Verlegt wurden Glasfaserkabel, die Bandbreiten mit bis zu 100 Gigabit/s möglich machen. Einzig die Schule St. Bernhard hat noch keinen Zugang zum Hochleistungsnetz. Dieser soll aber mit der Sanierung der Holzapfelgasse Realität werden.

Stadtwerk-Geschäftsführer Paul Gehrig, Oberbürgermeister Udo Glatthaar und die Geschäftsführende Schulleiterin Karin Endres freuten sich bei einem Termin im Schulzentrum Au über die Modernisierung. „Sie kommt sowohl den Schülern im Unterricht, als auch den Lehrern und Schulverwaltungen in deren täglicher Arbeit zugute“, sagte Karin Endres.

Für die Stadt als Schulträger freute sich Oberbürgermeister Udo Glatthaar: „Moderne Schulen müssen auch digital zukunftsfähig aufgestellt sein, das ist in Bad Mergentheim nun der Fall.“ Der OB bedankte sich beim Stadtwerk für die Initiative und die Umsetzung des Projektes. Die Schulvernetzung bedeutet nicht nur Highspeed-Internet, das einen schnelleren Datenaustausch untereinander möglich macht.

Mit dem Anschluss an BelWü sind auch bestimmte Dienstleistungen verbunden. So wird ein Jugendschutzfilter installiert, der Schüler vor bestimmten Inhalten im Netz schützen soll. Außerdem können die Schulen nun auf E-Learning-Plattformen zugreifen und damit modernes Lernen ermöglichen.

Die Schulverwaltungen selbst profitieren auch von dem Anschluss an das Hochleistungsnetz, indem sie nun einen schnelleren Zugang zum Landesverwaltungsnetz haben. Die symmetrische Anbindung, also die gleiche Bandbreite bei Up- und Download, macht darüber hinaus einen Austausch großer Datenmengen möglich und schafft Zukunftssicherheit in Zeiten zunehmender Digitalisierung.