Bad Mergentheim

Knochenmarkspende Schüler der EPE und GSMGH setzten sich für Typisierungsaktion ein / 450 Euro für guten Zweck übergeben

Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein

Die Schüler der EPE und GSMGH legten sich mächtig ins Zeug. Alles für den guten Zweck: Mit ihrer Arbeit unterstützten sie die DKMS.

Bad Mergentheim. Alle 15 Minuten erhält ein Mensch in Deutschland die Diagnose Blutkrebs. Die einzige Rettung ist für viele eine Stammzellspende. Leider findet immer noch jeder zehnte Betroffene keinen geeigneten Spender.

Das will die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) ändern. Unter dem Motto „Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein“ fand am 21. März im Beruflichen Schulzentrum in Bad Mergentheim eine Registrierungsaktion statt. Nachdem bereits 2016 eine solche Veranstaltung an der Schule stattgefunden hatte, entschieden sich die Verantwortlichen der SMV der Beruflichen Schule für Ernährung.Pflege.Erziehung und der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim für eine Neuauflage. Organisiert wurde die Veranstaltung federführend von dem SMV-Lehrer Philipp Hench (EPE) und der SMV-Lehrerin Kerstin Lanig-Wyes (GSMGH). Tatkräftige Unterstützung erhielten sie von zahlreichen Schülern. Der Veranstaltung voraus gingen umfassende Aktionen der Nahrungsabteilung der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim. So wurde das Polizei-Badminton-Turnier bewirtschaftet oder beim Volleyballturnier Berliner verkauft. Mithilfe dieses Engagements wurde eine Spende von 450 Euro gesammelt. Neben dieser Spende war den Schülern und Lehrern auch klar, dass ein Aktionstag mit Registrierung eine gute Vorbereitung braucht, um ein Erfolg zu werden. So wurden von der EPE DKMS-Multiplikatoren-Teams gebildet. Die Schüler informierten die einzelnen Klassen und machten durch Durchsagen, Plakate, sowie Luftballons auf die Aktion aufmerksam. Für die geladenen Klassen der beiden Schulen stand zunächst ein Infovortrag auf dem Plan. Die Zuständigen der DKMS erklärten Wichtiges zur Registrierung. Aber auch zum Ablauf einer Spende.

Wie das Prozedere dann tatsächlich funktioniert, erfuhren die interessierten Besucher von Ralf Sailer. Der Schüler der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim hat bereits selbst Stammzellen an einen leukämieerkrankten Menschen in Frankreich gespendet. Nach diesen informativen aber auch bewegenden Vorträgen konnte die Registrierung beginnen.

Unter der Federführung der Klasse 2BFP1 (Zweijährige Berufsfachschule für Gesundheit und Pflege) registrierten sich dann Schüler ab 17 Jahren. Durch die Zusammenarbeit und Mithilfe von allen Beteiligten wurden am Ende 196 potenzielle Spender registriert. Die Aktion war damit ein großer Erfolg und eine Chance, erkrankten Menschen das Leben zu retten.