Bad Mergentheim

Faschings-Benefiz-Veranstaltung Erlös geht an Kinderhospiz Sonnenschein / Gruppe „Nei – Naus – Do“ brachte Publikum zum Lachen

Närrisch gewesen für den guten Zweck

Hachtel.Die Uhren wurden angehalten, die guten Vorsätze beiseite gelegt und das Narrenzepter geschwungen – im Dorfgemeinschaftshaus wurde ein Faschingsspektakel für den guten Zweck veranstaltet. Pünktlich um 19.59 Uhr wurde der Abend durch Birgit Rothenfels und zwei Fanfahrenspieler eröffnet. Das Publikum bestand aus Narren aus Hachtel und Umgebung – wobei die Nachbargemeinde Wachbach auch sehr stark vertreten war. Rothenfels verkündete, dass der Erlös der Benefiz-Veranstaltung dem Kinderhospiz Sonnenschein in Bad Mergentheim zugutekomme. Durch tosenden Applaus des Publikums wurde das Vorhaben mehr als gut geheißen.

Entstehungsgeschichte erläutert

Die Initiatorin der Veranstaltung gab kurz und prägnant wieder, wie es zur Entstehung kam. Mangel an Helfern war der Nährboden, in dem die Idee einer Benefizveranstaltung keimte. Aus einer Notlage heraus entstand die Kampagne „Hachtel zeigt Herz“, die sich im Nachhinein als großartige Aktion entpuppte. Für die meisten war es eine Selbstverständlichkeit, diese gute Sache zu unterstützen. So war die Freude des Abends gleich eine doppelte: Hachtel musste nicht auf ihre liebgewordene Faschings-Veranstaltung verzichten und im Nachhinein kann man den Kindern und Mitarbeitern des Hospizes mit den Spendengeldern ebenso eine Freude bereiten. Die Spendenübergabe wird in Kürze erfolgen.

Nach diesen einleitenden Worten wandte sich Birgit Rothenfels wieder der närrischen Seite zu und eröffnete den Abend mit einer Tanzrunde. Sie übergab anschließend die Moderation an die beiden Dorftratschen „Emma und Martha“, die seit Jahren ein fester Bestandteil des Hachtler Faschings sind. Sie überzeugen durch ihre direkte und dennoch liebenswerte Art und hatten auch an diesem Abend wieder allerhand zu erzählen. Die ortsinternen Neuigkeiten wurden dem Publikum mit Witz und mit einheimischem und norddeutschem Dialekt dargebracht, wobei sie immer wieder gekonnt auf den nächsten Programmpunkt überleiteten. Den Startpunkt setzte die Gruppe „Nei – Naus – Do“, ebenso seit Jahren im Hachtler Fasching aktiv. Mit ihrem Sketch „Was wäre wenn“ hatten sie die Zuschauer sofort auf ihrer Seite.

Besucher der besonderen Art

Im Anschluss betraten einige Besucher der besonderen Art die Bühne. Sie wollten die Weihnachtsfeier im Schützenhaus besuchen, stattdessen landeten sie auf dem Fasching im Dorfgemeinschaftshaus. Sowohl St. Nikolaus, als auch seine Engel hielten an ihrem Weihnachtsprogramm fest, denn „Lasst uns froh und munter sein“ passe doch ebenso zum närrischen Fest. Zu guter Letzt trat der „Schreiner“ in die Bütt, ein wahres Urgestein des Hachtler Faschings. Er informierte auf humorvolle Weise alle Anwesenden über das Geschehene des letzten Jahres aus Hachtel und Umgebung. Musikalisch kam man an diesem Abend natürlich auch nicht zu kurz. Umrahmt wurde das abwechslungsreiche Programm von DJ „Bissi“, der Hachtler Newcomer schlechthin. Am Ende verabschiedete Birgit Rothenfels alle mit einem „Dreifach Hachtel Helau“ und holte zum Finale die Akteure nochmals auf die Bühne. Alle waren sich einig, noch lange nicht nach Hause zu gehen und sangen gemeinsam: „So ein Tag, so wunderschön, wie heute, so ein Tag, der dürfte nie vergehn!“