Bad Mergentheim

Hauptversammlung Projekte erläutert / Weitere Hilfe benötigt

Neuer Verein „Nishtha“ erblüht

Archivartikel

Markelsheim.Das Hindi Wort „Nishtha“ bedeutet Einsatzfreude oder mitfühlende Tatkraft – mit dieser unterstützt der in Markelsheim gegründete Verein „Nishtha Germany“ weiterhin erfolgreich ein medizinisches Projekt am Fuße des Himalaya.

Aus dem zarten Pflänzchen bei der Vereinsgründung vor drei Jahren ist ein kräftiger, tragfähiger Busch mit Tendenz zum Baum geworden. „Nishtha“ hat inzwischen 46 Mitglieder in Deutschland – von der Nordsee bis zum Bodensee! Bei der Jahreshauptversammlung informierten die Vorstandsmitglieder über die Veranstaltungen 2018 und die finanziellen Möglichkeiten zur Unterstützung einzelner Projekte in Rakkar Village, Sidhbari, Himachal Pradesh, Nordindien. Diese sind unter anderem: Förderung von Studenten aus armen Familien, Therapien für behinderte Kinder, Schulspeisung in vier Dorfschulen in den Bergen, Begleitung des landwirtschaftlichen Projektes und Hilfe für „single women“, unverheiratete Frauen und Witwen, die in Indien besonders von sozialen und wirtschaftlichen Benachteiligungen betroffen sind. Besonders wichtig ist dem Verein vor allem die finanzielle Unterstützung der ambulanten Klinik im ländlichen Raum am Rand des Himalaya Gebirges.

Dr. Barbara Nath-Wiser versorgt mit ihrem Team täglich bis zu 50 Patienten, darunter auch tibetische Flüchtlinge, Nonnen und Mönche, sowie nepalesische Wanderarbeiter. Die Mehrzahl dieser Frauen, Kinder und Männer leben unter der Armutsgrenze und haben aufgrund dessen keinen Zugang zu einer medizinischen Versorgung. Entlegene Dörfer werden mehrmals pro Woche von einer mobilen Klinik angefahren, um Patienten zu behandeln, für die eine Anreise zu beschwerlich wäre, und um Schulungen in den Bereichen Hygiene und Ernährung durchzuführen.

Den Vereinsmitgliedern liegt besonders die Nachhaltigkeit ihrer Hilfe am Herzen. Das Ziel von „Nishtha“ ist das langfristige Fortbestehen des Projektes zu sichern. Deshalb wurde in der Aussprache diskutiert, die Position der nachfolgenden jüngeren indischen Ärztin Dr. Sara finanziell attraktiver zu gestalten, um damit diese wichtige Arbeit weiter zu gewährleisten.

Intensive Gespräche mit den Verantwortlichen vor Ort sind dafür unerlässlich. Vor allem aber – und das wurde den deutschen Mitgliedern wieder deutlich – darf die Hilfe nicht nur aus großzügigen Gaben bestehen, sondern muss auf Augenhöhe die Möglichkeiten der Partner berücksichtigen.

Regelmäßige persönliche Kontakte der Vereinsmitglieder mit Dr. Barbara Nath-Wiser und ihrem Team in Nordindien ermöglichen einen direkten Austausch.

Die alte Weisheit „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist auch für für den Verein die maßgebliche Richtschnur. Eine Garantie für ein messbares Ergebnis gibt es nicht – aber an dieser einen kleinen Stelle am Fuße des Himalaya wird das Leben vieler Menschen verändert, erleichtert, verbessert.