Bad Mergentheim

Vandalismus Fünf Jugendliche bei Sachbeschädigung im Parkhaus erwischt / Oberbürgermeister appelliert an Feiernde und Zeugen

Stadt reagiert auf die blinde Zerstörungswut

BAD MERGENTHEIM.Die Kurstadt hat nach wie vor mit Vandalismus zu kämpfen - vor allem auf Freizeitanlagen im Außenbereich sowie in den Parkhäusern. Deshalb kündigt die Stadtverwaltung nun verstärkte Kontrollen an.

Bereits vor einem Monat hatte die Verwaltung über immer mehr Verunstaltungen öffentlichen Eigentums durch Graffiti berichtet und dazu aufgerufen, Beobachtungen sofort der Polizei zu melden. Im besonders betroffenen Parkhaus am Bahnhof konnten nun dank des Hinweises einer Bürgerin fünf Jugendliche von der Polizei erwischt werden. Sie hatten auf zwei Ebenen des Gebäudes mehrere Neonröhren aus den Halterungen gerissen und zum Teil komplett zerstört.

Hausverbot und Rechnung

Gegen die 14- bis 18-Jährigen hat die Stadt Strafanzeige erstattet, außerdem erhalten die Jugendlichen Hausverbote.

Es wird nach wie vor darum gebeten, Beobachtungen von Sachbeschädigungen sofort der Polizei zu melden. So können laut Stadt Täter ermittelt und zur Begleichung der Schäden herangezogen werden.

Auch außerhalb der Stadt gibt es problematische Bereiche. Zuletzt wurden in der Nacht vom Samstag, 2., auf Sonntag, 3. September, auf dem Spessartblick-Gelände verschiedene öffentliche Anlagen massiv demoliert. Bisher unbekannte Täter rissen Schilder und Wegweiser heraus, knickten Hinweistafeln ab und warfen eine WC-Anlage um. Ein großes Verkehrsschild wurde bis in den Alemannenweg geschleift und in einem Hauseingang abgelegt. Gleich mehrere Schilder sind komplett verschwunden.

Das eigentliche Spessartblick-Gelände wird von der Stadt vermietet. Die Verwaltung stellt klar, dass es mit den Nutzern, die eine ordnungsgemäße Genehmigung haben und dort feiern, keinerlei Probleme gebe. Die nicht gemeldeten nächtlichen Feiern an der nahe gelegenen Galgenberghütte hingegen würden oft die schwerwiegenden Fälle von Vandalismus nach sich ziehen.

Schwerwiegende Fälle

Oberbürgermeister Udo Glatthaar kündigt deshalb an: "Wir werden diesem blinden Zerstörungswahn nicht einfach zusehen und planen zusätzliche nächtliche Kontrollen durch unser Ordnungsamt. Auch die Streifendienste der Polizei haben wir um Hilfe gebeten." Es sei sehr bedauerlich, dass die Stadt diesen Schritt gehen müsse, aber das Ausmaß der Schäden sei nicht länger hinnehmbar. "Ich appelliere deshalb an alle, die auf dem Areal feiern wollen, dass sie dies ordnungsgemäß beim Liegenschaftsamt anmelden und mit dem öffentlichen Eigentum verantwortungsbewusst umgehen", so der Oberbürgermeister. Er lobte alle diejenigen, die mit dem Melden verdächtiger Beobachtungen ihren Beitrag dazu leisteten, dass Vandalen zur Verantwortung gezogen werden können. stv