Bad Mergentheim

Gemeinderat Geschäftsführer Paul Gehrig informierte über neue Entwicklungen und bekam viel Lob zu hören / Weitere Elektroladesäulen im Landkreis geplant

Stadtwerk Tauberfranken überzeugt mit vielen innovativen Angeboten

Archivartikel

Bad Mergentheim.Bereits vor der Sommerpause war der höchst erfreuliche Jahresabschluss 2017 des Stadtwerks Tauberfranken dem Gemeinderat (wir berichteten) vorgestellt worden. Auf neue Entwicklungen ging Geschäftsführer Paul Gehrig am Donnerstag nochmals intensiver ein und verkündete unter anderem, dass sein Haus nun für sechs Monate die technische Betriebsführung beim Zweckverband Wasserversorgung Mittlere Tauber übernommen habe und sich bemühen werde, auch langfristig damit beauftragt zu werden.

Als neue Kunden des Naturwärmekraftwerks stellte er für 2019 die Wohnanlage „El Cinco“ im Erlenbachweg, die Realschule St. Bernhard und das Spital „Zum Heiligen Geist“ vor. Um Erweiterungsmöglichkeiten am Kraftwerk zu schaffen, habe man sich entschieden, so Gehrig, einen Spitzenlastkessel auf das Rudolph-Areal an den Bahngleisen zu verlagern.

Weiter teilte Gehrig erfreut mit, dass man an einem Förder- und Forschungsprojekt der Universität Erlangen-Nürnberg mit dem Thema „Frühwarnsystem für einen verschlackungsfreien Anlagenbetrieb“ teilnehme. Neue Elektroladesäulen kündigte der Stadtwerk-Chef für Bad Mergentheim, Igersheim, Assamstadt, Lauda-Königshofen, Tauberbischofsheim, Königheim, Külsheim sowie in Krautheim, Gissigheim, Dittwar und Heckfeld an. Eine Schnellladesäule DC 50 ist zudem mit staatlicher Förderung am Bahnhof in der Kurstadt geplant. Vom Carsharing-Angebot des Stadtwerks (am Wochenende) für Strom- und Gaskunden berichtete Gehrig auch noch und kam dann auf die großen Schritte in Sachen WLAN, Breitband und Funk zu sprechen. Die Vernetzung der Schulen schreite voran und die Innenstadt sei inzwischen sehr gut mit öffentlichem WLAN versorgt.

Mit Glasfaser und Breitband sei man im Mobilpark „Ried“ (17 Verträge abgeschlossen, erste Inbetriebnahme Mitte Oktober), im neuen Gewerbegebiet „Braunstall“ und im Neubaugebiet „Bandhaus“ in Edelfingen in Zukunft vertreten.

Eine Testphase plane man mit dem Partner Thüga-Smartservice für eine Funkinfrastruktur, um die „Smart-City“ (Sensorsteuerung und vieles mehr) voranzubringen. Und Gehrig machte zuletzt auch noch auf einen Förderantrag „Wärmenetze 4.0“ aufmerksam, der eine möglichst brennstoffarme und damit CO2-neutrale Energiebereitstellung im neuen Bad Mergentheimer Baugebiet „Auenland III“ zum Ziel hat.

Lob und Dank für das Beschreiten neuer Wege erntete das Stadtwerk von Klaus-Peter Pfahler im Namen der CDU-Fraktion und von SPD-Fraktionschef Klaus Dieter Brunotte.

Dr. Klaus Hofmann (CDU) wollte wissen, was in das öffentliche WLAN-Netz investiert wurde und bekam als Antwort von Paul Gehrig: „In den letzten zwei Jahren rund 150 000 Euro.“ Damit habe man den Markt in Bad Mergentheim erfolgreich besetzt, so Gehrig.

Hubert Schmieg (Grüne) fragte nach den Trinkwasser-Werten und Gehrig berichtete von einer „exzellenten Qualität“, detaillierte Daten finde man auf der Stadtwerk-Homepage. Zum Schluss richtete auch OB Glatthaar seinen Dank an das Stadtwerk.