Bad Mergentheim

Leserbrief Zum Neubaugebiet in Neunkirchen

Steht bald das Tal mangels Vorsorge unter Wasser?

Meine sehr geehrten Damen und Herren der geneigten Leserschaft, ich möchte hier ein Beispiel für die, von mir bereits in Artikeln zur Kommunalwahl seitens der SPM-Wahlliste aufgezeigte Kurzsichtigkeit der hiesigen Stadtentwicklung geben. Dies auch, da ich als Anwohner des Althäuser Baches in Neunkirchen unmittelbar betroffen bin.

In einer Sitzung des Ortschaftsrats ging es diesen Monat um ein weiteres Neubaugebiet in Neunkirchen in Richtung oberes Wolfental. Als Bewohner von stolzen 20 Quadratmetern gönne ich dennoch anderen ihre Wünsche nach Wachstum.

Wenn nun aber der Ortsvorsteher stetig fragt, wann man denn mit dem Kauf der Grundstücke seitens der Stadt rechnen könne und dann als nächstes der langjährige, seitens der Stadt mit der Pflege des Ortes betraute, Ortschaftsrat, welcher klare Bedenken an der geplanten Regenwasserentsorgung kund tut, schlichtweg tot geschwiegen wird, um das Ganze dann beschließen zu lassen, dann scheint hier etwas nicht mit rechten Dingen zu zu gehen.

Die Stadt plant (und die anwesenden Ortschaftsratsmitglieder haben dies abgenickt) eine Regenwasserentsorgung (Ableitung vor den Sportplatz), welche für ein maximal dreijährig zu erwartendes, starkes Regenereignis ausgelegt sein muss! Das heißt für mich, dass man sich ab dem Tag des Bauabschlusses quasi die Uhr stellen kann, wann zuerst der Kindergarten, dann die Kirche und anschließend der Rest des Tals mangels Vorsorge unter Wasser steht. Der Ortsvorsteher winkt lachend damit ab, dass die Bewohner dieser Gegend ja einfach entsprechende Versicherungen aufstocken könnten.

Das kann nicht sein!

Ist es das, verehrte Damen und Herren, was Sie in Sachen planerischer Weitsicht und vernetztes Denken von Ihrer Stadtverwaltung erwarten?

An eine anschließend von mir vorgeschlagene Renaturierung des Baches Richtung Althausen, um zusätzliche Rückhaltekapazitäten zu schaffen, hatte bisher offenbar niemand gedacht.

Ich hoffe sehr, dass die Stadt diesbezüglich in Zukunft mehr vorausschauendes Denken und Handeln an den Tag legt und entsprechende Win-Win-Win Vorschläge mit aufnimmt.