Bad Mergentheim

Begegnungskonzert „Tuishi Pamoja“ am Deutschorden-Gymnasium Bad Mergentheim Beteiligte aus Schulen in Wachbach, Unterbalbach, Tauberbischofsheim, Mulfingen und Künzelsau / 150 Mitwirkende

Stürmischer Applaus für wunderbares Musical

Archivartikel

„Tuishi Pamoja“ lautete der Titel eines Begegnungskonzertes, das von mehreren Schulen aus der Region und vom Staatlichen Schulamt am DOG präsentiert wurde.

Bad Mergentheim. „Tuishi Pamoja – Eine Freundschaft in der Savanne“ ist ein Kindermusical des Komponisten Martin Maria Schulte mit Texten von Sandra Engelhardt. Aus der afrikanischen Sprache Swahili ins Deutsche übersetzt, bedeutet „Tuishi Pamoja“ so viel wie „Wir wollen zusammen leben“. Und dies war Kerninhalt sowohl dieses Musicals als auch der gemeinsamen Aufführung mehrerer Schulen aus der Region unter der Regie des Staatlichen Schulamts Künzelsau am Bad Mergentheimer Deutschorden-Gymnasium (DOG).

Das Stück spielte in der afrikanischen Savanne. Für Spannung sorgten insbesondere Angriffe von Löwen, durch die das Zebrakind Zea und das kleine Giraffenmädchen Raffi von ihren Familien getrennt wurden, so dass sie deshalb jeweils alleine die Nacht in der Savanne verbringen mussten. Dabei überwanden die beiden alle ursprünglichen Vorurteile sowie Gewohnheiten ihrer Herden und wurden nach anfänglichen Ressentiments schließlich doch Freunde.

Denn, wie beide zunehmend bemerkten und meinten, was habe es schon zu bedeuten, dass der Eine gestreift sei und der Andere Punkte auf seinem Fell trage.

Kommentiert wurde das Geschehen von den drei quirligen und cleveren Erdmännchen Mbili, Moja und Tatu, die einhergehend dazu beitrugen, dass das Zebra- und das Giraffenkind zu Freunden wurden. Liedtitel waren entsprechend passend zu den Inhalten des Kindermusicals zum Beispiel „Seid willkommen“, „Giraffen-Song und „Zebra-Song“ sowie „Tuishi Pamoja“ und „Wir sind Freunde“.

„Das Anderssein akzeptieren, aufeinander zugehen und miteinander reden sowie neugierig auf neue Begegnungen sein, sind Themen, die im alltäglichen Miteinander von großer Bedeutung sind“, lautete eine wesentliche und aktuelle Botschaft des Musicals und des Begegnungskonzertes am DOG.

Beteiligte waren Schulen aus Unterbalbach, Wachbach, Tauberbischofsheim, Mulfingen und Künzelsau. Zu den insgesamt rund 150 Mitwirkenden zählten neben Kindern im Alter von sechs bis etwa elf Jahren eines großen Gesamtchores zudem Musiker der Trommelgruppe des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) Lauda-Königshofen sowie des gemeinsamen Vororchesters des DOG und der Jugendmusikschule Bad Mergentheim im Alter von neun bis 16 Jahren. Die Musikalische Gesamtleitung und Organisation oblag den beiden DOG-Musiklehrkräften Johanna Beer und Axel Bähr.

Das Land Baden-Württemberg führe seit über 30 Jahren Begegnungskonzerte durch, berichtete DOG-Schulleiter Christian Schlegl bei seiner Begrüßung der zahlreichen Besucher in der Schulaula. Als Dank für ihr Mitwirken und ihre Unterstützung dieses musikalischen Gemeinschaftsprojektes überreichte Schulrätin Claudia Wiegert vom Staatlichen Schulamt Künzelsau, das für die übergeordnete Organisationsarbeit verantwortlich zeichnete, an die Vertreter aller beteiligten Schulen jeweils eine Urkunde. Ebenfalls geehrt wurden Johanna Beer und Axel Bähr. Unter der Leitung Bährs, der am Ende des laufenden Schuljahres in den Ruhestand geht, war das DOG von Anfang an bei den jährlichen Begegnungskonzerten des Staatlichen Schulamtes Künzelsau dabei. Zudem leitete der DOG-Musiklehrer bislang neben dem Jugendsinfonieorchester Bad Mergentheim auch das gemeinsame Vororchester des DOG und der Bad Mergentheimer Jugendmusikschule.

Bähr dankte allen beteiligten Akteuren, Schulen und Ensembles sowie Kollegen für die eigenständigen Vorbereitungen auf die Aufführung als auch für die teamfähige Zusammenarbeit.

Die Akteure beim Kindermusical „Tuishi Pamoja“ boten ein spannendes und zugleich humoriges Stück mit teilweise witzigen Passagen. Mitreißend stimmungsvoll waren zudem sowohl die gesanglichen und orchestralen Darbietungen als auch die sehr fantasiereichen Kostüme und geschminkten Gesichter sowie die farbenprächtigen Bühnenlichteffekte.

„Punkte, Streifen, das ist uns doch egal, wir sind Freunde ein- und für allemal“, sang der Gesamtchor am Ende der hoch unterhaltsamen Aufführung und erneut bei der anschließenden Zugabe als wegweisende Botschaft zu den Themen Vorurteile, Toleranz, Akzeptanz, Aufeinander zugehen und Freundschaft.

Den stürmischen Applaus des begeisterten Publikums hatten sich die mitwirkenden Kinder und Jugendlichen sowie die leitenden und verantwortlichen Akteure allemal für ihre Leistungen und Darbietungen bei dieser wunderbaren Musicalsoiree vollkommen verdient.