Bad Mergentheim

Hundeverein „Mantrailing“-Kurs in der Dörzbacher Wasserburg

Suche zwischen alten Mauern

Archivartikel

Bad Mergentheim/Dörzbach.Der Hundeverein Bad Mergentheim stellte in seinem „Mantrailing“-Kurs diesmal fünf Spürnasen in einem besonderen Ambiente auf die Probe. Das Training fand in der historischen Dörzbacher Wasserburg statt, die im 14. Jahrhundert entstand und nach der Zerstörung im Bauernkrieg um 1525 als Schloss wieder aufgebaut wurde. Die ursprünglichen Wehrelemente wie etwa der Graben und die Außenmauern sind erhalten geblieben, sodass sich dieses Objekt ideal zum Üben war. Die vermeintlich vermissten Personen, wurden unter Anleitung des Mantrailing-Ausbilderteams Inge und Johann Zürn fachgerecht versteckt, sodass die Suchteams anhand von Geruchträgers die Suche aufnehmen mussten.

Der Kurs bestand aus fünf Junghunden verschiedener Rassen: Golden Retriever, Labrador, Mini Australien Shepard, Magyar Vizsla und Bullterriermischling.

„Mantrailing“ bezeichnet die Personensuche mit Spürhund. Es gibt unterschiedliche Ausbildungsansätze. Im Kern geht es jedoch immer um die gleichen Grundbausteine. Der Hundeverein Bad Mergentheim handhabt die Ausbildung wie folgt: Den ausgewählten Hunden wird zu Beginn der Ausbildung in kleinen spielerischen Schritten erklärt, was von ihnen erwartet wird. Hierbei stellt sich das Ausbilderteam ganz auf die Bedürfnisse der Hunde ein. Einige von ihnen sind über ihre vorhandenen Triebe gezielt zu wecken, andere muss man hingegen in ihrer Überschwänglichkeit eher bremsen und in gezielte Richtungen lenken. Für gewöhnlich, lassen sich die Hunde schnell für das „Mantrailing“ begeistern, da es ihrer natürlichen Veranlagung entspricht, einer Spur zu verfolgen.

Neben dem Hund wird auch der Hundeführer ausgebildet. Die Suchhunde zeigen beim „trailen“ verschiedene Verhaltensweisen, die die Hundeführer die können müssen. Je besser der Hundeführer dazu in der Lage ist, desto mehr lernt er, den Informationen des Hundes in einem Ernstfall zu vertrauen. Die daraus gewonnene Sicherheit, fördert die Bindung zwischen Hundeführer und Spürnase und führt schlussendlich zum gewünschten Erfolg des Mensch-Hundeteams. lr