Bad Mergentheim

Stadtwerk Tauberfranken Schwerlastkran hebt tonnenschwere Bauteile über die Dächer von Bad Mergentheim

Trafo-Station St. Bernhard schwebt vom Himmel herab

Archivartikel

Bad Mergentheim.Die Passanten staunten nicht schlecht am Dienstagvormittag in der für den Straßenverkehr gesperrten Holzapfelgasse. Dort wurde vom Stadtwerk Tauberfranken mit hohem technischen Aufwand die neue Trafostation St. Bernhard angeliefert.

Um die Station an ihrem Platz aufzustellen, musste ein 100-Tonnen-Schwerlastkran tätig werden, um die Trafo-Station über die Dächer einzuschwenken. Wegen der dichten Bebauung wurde die Trafostation im Gesamtgewicht von 30 Tonnen in zwei Teilen angeliefert, die dann vom Kran an ihren Platz befördert wurden: Teil 1 war der Kabelkeller und gleichzeitig das Fundament, Teil 2 der Elektroraum mit Transformatorzelle und dem Raum für die 20 000- und 400 Volt-Schaltanlage sowie den für die Fernsteuerung erforderlichen Schaltschränken.

Die neue Trafostation löst ihre Vorgängerin im hinteren Bereich der St. Bernhard-Schule ab. Der Neubau wurde notwendig, weil die Anforderungen an das Stromnetz gerade auch im innerstädtischen Bereich weiter steigen. Die neue Station erhält auch einen Glasfaseranschluss, damit in Zukunft die Parameter und Daten der verteilten Leistung direkt in der Leitstelle des Stadtwerks auflaufen und dort abzurufen sind. Dies ist die Voraussetzung für so genannte „intelligente Ortsnetzstationen“. Auch die zukünftige E-Mobilität kann mit dieser Station problemlos versorgt werden können.

Das Stadtwerk Tauberfranken hat rund 60 000 Euro in die neue Trafo-Station investiert.

Der Aufbau der Trafo-Station erfolgte im Vorgriff auf den Umbau der Holzapfelgasse, die Anschlussleitungen werden dann ab August verlegt.