Bad Mergentheim

Nachruf Dr. Eugen Volz ist am 19. Mai in Ellwangen im Alter von 87 Jahren gestorben

Unermüdlicher Einsatz fürs Museum

Archivartikel

Bad Mergentheim/Ellwangen.Ein großes Deutschordensmuseum, wie es heute existiert, ist auch dem unermüdlichen Einsatz des ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Eugen Volz zu verdanken. Er ist am 19. Mai in Ellwangen im Alter von 87 Jahren gestorben.

In Tübingen geboren und in Bad Mergentheim aufgewachsen und zur Schule gegangen, studierte er Rechtswissenschaften in Würzburg, München und Tübingen. In seinem Amt als Staatssekretär – erst im Justizministerium und dann im Finanzministerium – zu Beginn der 1990er Jahre setzte er sich dafür ein, dass in Bad Mergentheim eine GmbH für den Betrieb des Museums gegründet wurde. Hierbei war es ihm ein Anliegen, dass nicht das Land allein ein Museum in Bad Mergentheim hinstellt und dann dafür verantwortlich ist, sondern dass sich auch die Betroffenen vor Ort, Stadt, Kreis und Verein Deutschordensmuseum für diese Institution verantwortlich fühlen und das ist mit der Einrichtung einer GmbH als Träger-Institution gelungen.

Das Museum wurde bis dahin ehrenamtlich vom Verein Deutschordensmuseum betrieben, seit dem Übergang an die GmbH war das Museum beträchtlich gewachsen. Zuerst stand dem Museum im zweiten Obergeschoss des Hochschlosses eine begrenzte Raumflucht zur Verfügung, heute erstreckt es sich mit 5000 Quadratmetern über drei Stockwerke. Dies ist Dr. Eugen Volz zu verdanken – er hat sich damals gemeinsam mit Albert Reuter (MdL) und Dieter Salch für die so genannte „Große Lösung“ eingesetzt, so dass das Museum auf diese Maße anwachsen konnte. Auch ist es ihm zu verdanken, dass das Museum mit großem Aufwand modern und zeitgemäß eingerichtet wurde.

Wichtig waren ihm bei der Konzeption Räume für Sonderausstellungen und Veranstaltungen beziehungsweise Vermietung. So konnte ein lebendiges hochangesehenes Kulturinstitut entstehen, das viel zum Kulturgeschehen in Bad Mergentheim beiträgt.

Dr. Volz leitete 15 Jahre lang, von 1990 bis 2005 den Aufsichtsrat der Deutschordensmuseum Bad Mergentheim GmbH als Vorsitzender und hat damit das heutige Erscheinungsbild wesentlich geprägt. dom