Bad Mergentheim

Deutschordensmuseum Führung am 3. Oktober

Unterwegs zu „Hexen, Henkern und Halunken“

Archivartikel

Bad Mergentheim.Am Tag der Deutschen Einheit aud „Spaziergang“ durch Schloss und Altstadt: Unter dem Motto „Hexen, Henker und Halunken – Gerichtswesen in Mergentheim“ ist das möglich.

„Wan ich das Schwerdt tuh aufheben wünsch ich dem Sünder das ewige Leben“ ist in das Richtschwert aus dem Jahr 1677 eingraviert, das im Deutschordensmuseum zur Stadtgeschichte ausgestellt wird. Zwei hölzerne Schwurstäbe, die vermutlich beim Ablegen eines Schwurs vor Gemeindegerichten verwendet wurden, sowie der Amtsstab des Wilhelm Schliderer von Lachen (1583-1634), der als Mergentheimer Hauskomtur den Mergentheimer Statthalter bei dessen Abwesenheit im Vorsitz von Rat und Gericht der Stadt vertrat und dem die Oberaufsicht über die ordnungsgemäße Durchführung der Prozesse und den Vollzug der Gerichtsurteile übertragen war, thematisieren ebenso wie das Richtschwert den Umgang mit Gesetzgebung und Strafjustiz in Mergentheim unter dem Deutschen Orden.

Die Kunsthistorikerin und Museumsführerin Alice Ehrmann-Pösch befasst sich seit langem in Vorträgen, in Führungen und in museumspädagogischen Programmen mit diesem Thema und bietet am 3. Oktober, 14 Uhr, im Deutschordensmuseum einen geführten „Spaziergang“ im Rahmen der Reihe „Schloss und Stadt“ an: „Hexen, Henker und Halunken. Gerichtswesen in Mergentheim“. Sie nimmt das Gerichtswesen in Mergentheim vom 16. bis zum 19. Jahrhundert unter die Lupe, indem sie ausgewählte Exponate im Museum und passende Örtlichkeiten in der Altstadt vorstellt.