Bad Mergentheim

Banken „Veränderungen im Regionalmarkt“ als Begründung genannt / „Ansprechpartner bleiben erhalten“

Volksbank-Filiale im Weberdorf schließt Ende Mai

Archivartikel

Bad Mergentheim.Anfang vergangener Woche berichtete unsere Zeitung über den grundlegenden Umbau der Hauptgeschäftsstelle der Volksbank Main-Tauber am Marktplatz in Bad Mergentheim. Michael Schneider, der Vorstandsvorsitzende der Volksbank, kündigte in diesem Zusammenhang an, aus wirtschaftlichen Erwägungen die Filiale im Weberdorf schließen zu müssen und begründete auch die geänderten Rahmenbedingungen. Die Redaktion bat nachträglich um eine Stellungnahme zum Thema „Filialschließung“ und zu den weiteren Plänen.

Man arbeite zurzeit intensiv daran, die Filialen der Volksbank auf einen Stand zu bringen, der den modernen Erfordernissen genossenschaftlicher Beratung entspreche und den Anforderungen der Kunden gerecht werde, teilt der Vorstandsvorsitzende Michael Schneider auf die Anfrage hin mit und erklärt weiter: Mit der Hauptstelle in Bad Mergentheim biete man beste Voraussetzungen hinsichtlich Ausstattung und Erreichbarkeit. Im Rahmen interner Erhebungen habe man zudem festgestellt, dass viele Kunden für beratungsintensive Bankgeschäfte gezielt die Präsenz am Marktplatz nutzen.

„Bei alltäglichen Bankgeschäften des Zahlungsverkehrs aber, wie einer Überweisung oder einem Kontoauszug, bevorzugen die meisten Kunden heute den bequemen Weg über die entsprechenden Online-Kanäle. In der Politik würde man sagen, unsere Kunden stimmen mit den Füßen ab, oder eben mit dem Smartphone, oder der Computer-Maus“, erläutert Schneider. Dies führe dazu, dass man aus wirtschaftlichen Erwägungen gezwungen sei, mancherorts auf lokale Präsenz zu verzichten. Betroffen seien hierbei hauptsächlich Kleinstellen mit Teil-öffnungszeiten, auf denen fast ausschließlich Zahlungsverkehr abgewickelt werde.

Aufgrund dieser Entwicklung habe man sich entschlossen, den Betrieb der zunehmend weniger frequentierten Filiale im Weberdorf Ende Mai dieses Jahres einzustellen und „den Kunden dort den besten Service zu bieten, wo sie ihn auch einfordern“.

Neben den genannten Gründen spielten laut Pressemitteilung der Volksbank „auch personelle Veränderungen und der hohe Investitionsbedarf am Standort Weberdorf eine wichtige Rolle“.

Die baulichen Gegebenheiten vor Ort entsprächen den Anforderungen an eine zeitgemäße Filiale „schlichtweg nicht mehr“. So sei beispielsweise kein barrierefreier Zugang möglich.

Dabei lege man großen Wert darauf, den persönlichen Kontakt zum Kunden weiter zu pflegen. „Der bisherige Filialleiter Andreas Kreuser bleibt seinen Kunden in der Hauptstelle als persönlicher Ansprechpartner erhalten. Und auch Privatkundenberater Alfred Garreis wird bis zum Eintritt in die Altersteilzeit die Weberdorf-Kunden in der Hauptstelle begrüßen und erste Orientierung geben.“

Den Geldautomaten im Weberdorf beabsichtige man zu erhalten, so die Volksbank-Verantwortlichen: „Mit der Fertigstellung des Umbaus am Marktplatz stehen den Besuchern der Bank zukünftig auch ausreichend gebührenfreie Parkplätze zur Verfügung.“

Weitere Schließungen im Regionalmarkt Bad Mergentheim seien zurzeit nicht geplant.