Bad Mergentheim

Warum Zwischenfrüchte?

Archivartikel

Bad Mergentheim/Main-Tauber-Kreis.So bunt wie nie im Herbst präsentieren sich dieses Jahr die Felder auf denen vorher Getreide und Silomais standen. Der warme September und der reichliche Niederschlag erlaubten der Natur einen „zweiten Frühling“. Es prangen Felder mit blauer Bienenweide, gelbem Senf, Sonnenblumen und rotem Inkarnatklee und mehrfarbigen Erbsen und beweisen, dass der Liedtext des Herbstliedes „Braun sind schon die Felder“ nicht mehr gilt, weil heutzutage die Landwirte ihre Felder aus Gründen des Boden- und Wasserschutzes mit Zwischenfrüchten einsäen. Den meisten Nichtlandwirten ist nicht klar, dass die Landwirte mit der Gründüngung dem abgeernteten Boden etwas Gutes tun. Die Millionen kleiner einzelliger Helferlein und Regenwürmer verwerten und zersetzen die Grünmasse und wandeln sie in wertvollen Humus um. Die dabei frei werdenden Nährstoffe dienen dann im nächsten Frühjahr als Dünger für die nachfolgende Saat. Auch Nitrat wird weniger ausgewaschen und steht im Frühling der nächsten Kultur, seien es Sommergetreide, Mais oder Rüben, zur Verfügung. Bild: Tillmann Zeller

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