Bad Mergentheim

Caritas-Krankenhaus Inge Friedrich übernimmt die Leitung der Ehrenamtlichen von Heidrun Beck / 36 Jahre in verschiedenen Bereichen engagiert

Wechsel an der Spitze der Grünen Damen

Die ehrenamtlich tätigen „Grünen Damen“ im Caritas-Krankenhaus stehen unter neuer Leitung: Inge Friedrich hat jetzt das Amt von Heidrun Beck übernommen.

Bad Mergentheim. 26 Jahre lang war sie das Gesicht der ehrenamtlichen Grünen Damen im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim. Nun übergibt Heidrun Beck die Leitung der Ehrenamtlichen an ihre Nachfolgerin Inge Friedrich. Mit einem Festgottesdienst und einer Feier im Andachtsraum mit mehr als 60 Gästen und ehrenamtlich Tätigen wurde diese Staffelübergabe nun offiziell vollzogen.

Insgesamt war Beck 36 Jahre als „Grüne Dame“ ehrenamtlich im Einsatz, davon 26 Jahre als Gruppenleiterin. „Sie haben sich in diese Verantwortung hineinbegeben, haben ja gesagt und den Dienst sowohl für die ehrenamtlichen Kollegen wie für die Patienten mit ihrer Persönlichkeit gefüllt“, betonte der Hausobere des Caritas-Krankenhauses Dr. Oliver Schmidt.

„Kreativ und gläubig, einnehmend werbend, verantwortungsbewusst und gut vernetzt, einfühlsam, herzlich aber auch nachdrücklich und hartnäckig“ habe sie die Gruppe der ehrenamtlichen Frauen und Männer über mehr als ein Vierteljahrhundert geleitet und dabei wichtige Aufbauarbeit geleistet.

So sorgte sie für den Zusammenhalt der Gruppe, organisierte regelmäßige Treffen zum Erfahrungsaustausch, kümmerte sich um Einsatzpläne und die Fortbildungen für die Ehrenamtlichen und war viele Stunden auch selbst auf den Stationen unterwegs. Als Leiterin der Katholischen Krankenhaushilfe – so der offizielle Name – hatte Beck die Grünen Damen auch im Verband der Ehrenamtlichen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart sowie in den Caritaskonferenzen Deutschland (ckd) vertreten.

Stefan Schneider, Regionalleiter Caritas Heilbronn-Hohenlohe, wünschte daher: „Ein herzliches Vergelt’s Gott Ihnen Frau Beck für Ihren jahrelangen Einsatz zum Wohl der Patienten, den Sie im Caritas-Krankenhaus geleistet haben. Der ehrenamtliche Dienst ist inzwischen ein fester Bestandteil für die Menschen hier geworden. Mit Ihrem gesamten Team haben Sie dazu beigetragen, dass das Evangelium Hände und Füße bekommt.“ Auch Ursula Baier vom Diözesanvorstand der Caritaskonferenzen würdigte Beck. Sehr persönliche Worte fand Schwester Maria Regina Zohner, Oberin der Deutschordensschwestern und Vorsitzende des Fördervereins des Caritas-Krankenhauses: „Es war immer schön, Dir zu begegnen und Dein herzliches Lachen zu sehen, das Du deinen Mitmenschen schenkst.“ Lange vor dem elektronischen Internet habe es im Caritas Dank einzelner Personen wie Heidrun Beck ein soziales Internet gegeben. „Wir haben die einzelnen Gruppen immer gut vernetzt und uns untereinander ausgetauscht und so lebendige Verbindungen geschaffen – zum Wohle unserer Patienten und Mitarbeiter.“ Dies unterstrich auch Annemie Kolb als Sprecherin für den ehrenamtlichen Begleitdienst. Von allen Rednern wurde gewürdigt, dass es im Einvernehmen mit Heidrun Beck nun gelungen ist, eine gute Nachfolgeregelung zu finden. Inge Friedrich, bis vor wenigen Wochen noch stellvertretende Leiterin des Caritas-Bildungszentrums und seit 37 Jahren im Haus als Lehrerin für Pflegeberufe tätig, wird künftig die Arbeit der ehrenamtlichen Gruppen koordinieren und weiterentwickeln.

Damit verbunden ist auch eine noch stärkere ökumenische Ausrichtung. Der evangelische Krankenhauspfarrer Thomas Dreher lobte die bisherige gute Zusammenarbeit. Beck sei ein „vorbildliches Organisationstalent“, so Dreher. „Künftig wollen wir die Verzahnung aller ehrenamtlich Tätigen im Caritas-Krankenhaus noch enger verknüpfen.“ Er freue sich auf die gemeinsame Arbeit mit Inge Friedrich.

Auch der Hausobere Dr. Schmidt begrüßte Inge Friedrich in ihrer neuen Rolle: „Gott sei Dank, dass wir Sie gefunden haben, Sie sind ein Geschenk für uns“, sagte er. Statt sich in den wohl verdienten Ruhestand zurückzuziehen, übernehme sie jetzt mit der Leitung der ehrenamtlichen Gruppen eine neue Herausforderung. Mit einem Apfelkuchen als symbolisches Geschenk wandte sich schließlich Inge Friedrich an ihre Vorgängerin. „26 Jahre lang haben Sie den Baum des Ehrenamts mit großer Energie gepflegt und zum Blühen gebracht, so dass er jetzt reichlich Früchte trägt.“ Hier wolle sie nun anknüpfen und den Fußstapfen von Heidrun Beck folgen.

pm