Bad Mergentheim

7. „Triartlon“ Buntes Programm mit Kunst und Sport begeistert Kinder / Viele der 70 Teilnehmer waren zum wiederholten Mal dabei

Zehn Disziplinen lockten in den Schatten des Münsters

Archivartikel

Beim siebten Bad Mergentheimer „Triartlon“ standen unter anderem Zeichnen, Basteln, Trommeln und Bogenschießen auf dem Programm. Die Teilnehmer waren mit Eifer bei der Sache.

Bad Mergentheim. Erneut ist es den Organisatoren, beim Bad Mergentheimer „Triartlon“ gelungen, eine spannende und interessante Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Am Freitag war von 10 bis 16 Uhr „rund ums Münster“ viel geboten – für die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen, aber auch für die „Großen“.

Es war bereits der siebte „Triartlon“, und die Organisatoren, der Kinderkulturkreis unARTig und der Kulturverein, können durchaus mit Stolz auf diese im zweijährigen Rhythmus angebotene Veranstaltung blicken. Sie vereint in geradezu idealer Weise die Kunst mit dem Sport – und beides ist bekanntermaßen nicht nur für Erwachsene interessant, sondern vor allem für Kinder und Jugendliche. Mindestens sieben und höchstens 14 Jahre alt müssen oder dürfen die Teilnehmer sein.

Zu erleben gab es viel. Zehn Stationen hatten sich die Organisatoren ausgedacht, und die 70 Teilnehmer trafen dort auf Künstler und Sportler, die sich Zeit nahmen und den Mädchen und Jungen die Gelegenheit gaben, sich einmal intensiv mit – vielleicht – bisher Unbekanntem und damit Neuem zu beschäftigen.

Bernd Schepermann vom Kinderkulturkreis eröffnete den „Triartlon“, und er machte deutlich, dass hier und heute die „Kinder im Mittelpunkt“ stünden. 70 Teilnehmer seien eine „stolze Zahl“, betonte der Künstler, der hinterher im Gespräch mit unserer Zeitung darauf verwies, dass dieses Niveau nun bereits mehrmals erreicht worden sei: „Das macht uns angesichts der Schulferien und der vielfältigen anderen Möglichkeiten im Rahmen des Ferienprogramms auch ein wenig stolz“. Schepermann würdigte die Stadtverwaltung, die „uns eine Menge Bürokram abgenommen hat“. Die Anmeldungen erfolgen auf dem Rathaus, die Veranstalter erhielten von dort die komplette Liste mit allen benötigten Angaben.

Statt Schwimmbad

„Schön, dass es dieses Triartlon gibt“, betonte OB Udo Glatthaar und lobte die Teilnehmer, denn „ihr hättet ja auch ins Schwimmbad gehen können. Aber ihr habt euch ganz bewusst entschieden, heute aktiv und kreativ zu sein“. Der OB wünschte allen „viel Spaß und tolle Erlebnisse“.

Schwester Katharina von der Kirchengemeinde hieß Veranstalter und Teilnehmer „im Schatten des Münsters“ willkommen. An diesem Tag gehe es für die Teilnehmer nicht darum, Leistung zu zeigen, sondern Spaß zu haben und Kreativität auszuleben. „Dabei wünsche ich euch viel Freude.“

Laufkarten verteilt

Bevor die Kinder loslegen konnten, verteilte Schepermann noch die Laufkarten. Damit nämlich keines der zehn Angebote im „Schnelldurchlauf“ absolviert werden musste, gebe es beim „Triartlon“ eine feste Regel: Die Teilnehmer wählen sich zwei Angebote, ein drittes „legen wir sportlich fest“. Schließlich sei der „Triartlon“ eine „Veranstaltung mit kulturell-sportlichem Charakter, es geht also auch um Disziplin und Fairness“. Ein gewisses Eingreifen der Organisatoren sei angesichts der Teilnehmerzahl unumgänglich, aber – das sei angemerkt– den Jungs und Mädchen machte das nichts aus, ganz im Gegenteil. „Ist ja auch spannend, was die für uns aussuchen“, sagte ein Mädchen beim Blick auf die ausgehändigte Laufkarte.

Das Programm – die zehn Disziplinen – war wieder in vielen Bereichen neu: Fünf der zehn Angebote hatten sozusagen Premiere: Die Ferienschatzdose (Rebecca Rückert und Team), das Notizbuch (Gaby Hofmann), Zeichnen und Collagieren (Gunter Schmidt), Seifenblasenspiele (Lothar Lempp) sowie „Wir machen Druck“ (Franziska Eben von Racknitz und Tatjana Schmidgall) boten, ergänzt von den bereits bekannten Angeboten „Kopfkunst“ (Gudrun Reinheimer und Roswitha Smid), „Specksteinern“ (Rudi Neugebauer) und Trommeln (Harry Metzler) abwechslungsreiche künstlerisch-kreative Gelegenheiten. Dazu kamen die „sportlichen“ Programmpunkte: Bogenschießen (Schützenverein Edelfingen sowie Heinz Drost und Team) sowie Jonglage (Johannes Nagel).

Wer die Kinder beobachtete, stellte schnell fest, dass sie stets mit Eifer und Interesse bei der Sache waren. Wie war es nun für die Teilnehmer? „Ganz toll“, sagte Michael. Und am meisten Spaß hätten ihm die Seifenblasen gemacht. Sabine fand das Notizbuchmachen spannend, ihre Freundin die Ferienschatzdose und das Bogenschießen. Und überhaupt, das Ausprobieren war für die Kinder „einfach super“, wie mehrfach gesagt wurde. Sogar ein richtiges Jonglier-Talent zeigte sich, was Johannes Nagel sichtlich erfreute.

Arbeit hat sich gelohnt

„Viele der Teilnehmer sind ja schon drei oder vier Mal dabei“, betonte Bernd Schepermann. „Das zeigt uns, dass unser Angebot ankommt, zumal wir ja stets bestrebt sind, Neues ins Programm zu nehmen.“ Sein Resumee: „Die Arbeit hat sich wieder gelohnt, die Jungs und Mädchen hatten einen schönen und abwechslungsreichen Tag.“ Gleichwohl war es der letzte „Triartlon“, den der Kinderkulturkreis organisierte. Doch keine Sorge, die Veranstaltung wird es auch weiterhin geben. „Wir geben uns einen neuen Namen, künftig heißen wir „Junge Kunst. UnArtig“, erklärte Schepermann.