Boxberg

Landesanstalt für Schweinzucht Einrichtung erhält Mittel aus dem Innovationsförderprogramm des Bundes

320 000 Euro für die Erforschung des Tierwohls

Die Bundesregierung fördert die Landesanstalt für Schweinezucht in Boxberg mit einer stattlichen Summe.

Boxberg. Gute Nachricht für die baden-württembergische Landesanstalt für Schweinezucht in Boxberg: Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft stellt aus dem Innovationsförderprogramm rund 320 000 Euro für die Tierwohlforschung bereit.

Wissenstransfer in die Praxis

Alois Gerig, Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft im Bundestag, begrüßt den Förderbescheid: „Die Landesanstalt leistet wertvolle Arbeit, das Tierwohl in den Ställen zu verbessern. Besonders positiv ist der Wissenstransfer in die Praxis.“

Die bewilligte Förderung fließt in ein Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, mit dem das Schwanzbeißen unter Schweinen eingedämmt werden soll. Ziel ist, Lösungen zu finden, wie auf das Schwanzkupieren gänzlich verzichtet werden kann.

Aus Sicht von Alois Gerig ist die Förderung ein Schritt in die richtige Richtung, nicht-kurative Eingriffe bei Nutztieren zu beenden: „Nicht mehr Verbote sind entscheidend, sondern Innovationen, die das Tier-wohl wirklich voranbringen und die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe erhalten“, hebt Alois Gerig hervor.

Immer strengere gesetzliche Standards in der Tierhaltung in Deutschland dürften aber nicht dazu führen, dass sich die Tierhaltung in Nachbarländer mit geringeren Standards verlagere. „Das wäre nicht im Sinne der Verbraucher, die heimische Lebensmittel wertschätzen, noch käme dies den Tieren zu Gute“, betont Alois Gerig.

Die Landesanstalt für Schweinezucht in Boxberg arbeite, so der Bundestagsabgeordnete, mit großer Kompetenz daran, praktikable Wege für mehr Tierwohl zu entwickeln und Tierhalter entsprechend fortzubilden. pm