Boxberg

Alois Löffler gestorben

Als Gemeinderat und Förster aktiv

Archivartikel

Wölchingen.Sein Leben war eng mit der Natur verbunden. Als Jäger und Förster lag ihm der Wald sehr am Herzen. Aber auch für seine Mitmenschen hat er sich stark engagiert. Nun ist Forstoberamtsrat a.D. Alois Löffler im Alter von 82 Jahren gestorben.

Am 15. November 1936 in Oberwittstadt geboren, trat Löffler mit 18 Jahren in den Forstdienst ein. Für die Forstdirektion Karlsruhe war er in vielen Forstbezirken des nordbadischen Raums eingesetzt. Nach einer Station als Revierleiter wurde er als Büroleiter zum damaligen Forstamt in Boxberg versetzt, 1975 folgte die Versetzung nach Bad Mergentheim. Als Büroleiter machte er sich dort in der Innendienstausbildung für den gehobenen Forstdienst einen Namen. Das Ausscheiden aus dem Beruf 1997 aus gesundheitlichen Gründen fiel ihm nicht leicht.

Auch bei seinem Hobby, der Jagd, war Löffler mit der Natur verbunden. Bereits als junger Mann in Oberwittstadt und später in Wölchingen war er oft im Wald anzutreffen. Der heimische Garten wurde von ihm ebenso geschätzt.

Mit Offenheit und Geradlinigkeit übte der Verstorbene sein Amt als Gemeinderat für die Stadt Boxberg aus und hat sich große Verdienste um die Stadt erworben. Von 1973 bis 1999 lenkte er als Stadtrat die Geschicke der Kommune mit. Zudem war er auch fünf Jahre als Ortsbeauftragter für Wölchingen zuständig, wo die Familie ab 1965 ihren Lebensmittelpunkt hatte. Für seine Verdienste und sein kommunalpolitischen Engagement wurde ihm 1999 die Ehrenurkunde und Ehrenmedaille in Silber des Gemeindetags Baden-Württemberg verliehen.

Zahlreiche Projekte, darunter einige Baugebiete oder auch die Errichtung des Bürtleinsfestplatzes, fielen in seine Ägide. Gerade die Harmonie zwischen Boxberg und Wölchingen lag dem Verstorbenen am Herzen. Das gesellschaftliche Engagement reichte auch weit ins Vereinsleben. So war Löffler im VfB Boxberg und dort im Vorstand aktiv, unterstütze den Gesangverein Wölchingen und den Musikverein Umpfertal.

Kraft schöpfte Alois Löffler bei der Familie und seiner Frau Ingrid, die er 1962 heiratete. Dass die drei Söhne seine Leidenschaft für Forst und Natur beruflich und privat teilen, und der jüngste Sohn Peter als Ortsbeauftragter von Wölchingen auch in diese Fußstapfen getreten ist, hatte ihn stets gefreut.

Das Totengebet findet am Dienstag, 4. Juni, um 19 Uhr in der katholischen Kirche in Boxberg statt. Die Trauerfeier mit anschließender Beerdigung ist am Donnerstag, 6. Juni, um 14 Uhr im Frankendom in Wölchingen. ana