Boxberg

Obst- und Gartenbauverein Obstbaumschnittkurs stieß auf große Resonanz

Alte Hochstämme richtig pflegen

Archivartikel

Uiffingen.Der Obst-und Gartenbauverein Uiffingen organisierte zusammen mit Kreisfachberater Harald Lurz einen Schnittkurs für Obstbäume.

Lurz ging dabei im Theorieteil zunächst auf die Notwendigkeit und den Nutzen des Obstbaumschnittes ein. So erfuhren die 37 Teilnehmer, dass die heutigen Obstbäume gezüchtete Pflanzen sind, die zwingend Pflege benötigen, um den gewünschten Ertrag zu bringen. Der Baumschnitt soll dabei die Vitalität, Stabilität und Nutzbarkeit verbessern.

Zudem sorgt eine luftige Krone für eine bessere Fruchtqualität und weniger Pilzbefall. Auch der ökologische Nutzen einer Streuobstwiese wurde betont.

Anschließend erklärte der Kursleiter, wie der Erziehungsschnitt und der Erhaltungsschnitt durchgeführt werden.

Nach dem interessanten und kurzweiligen Theorieteil ging es dann auf eine Streuobstwiese mit jungen Bäumen. Bei bestem Wetter wurden dort die gewonnenen Erkenntnisse am lebenden Objekt angewandt.

Mit Unterstützung durch Harald Lurz konnte jeder praktische Erfahrungen sammeln. Oft gab es dabei verschiedene Meinungen, welcher Ast denn nun weg müsste. Doch genau diese Diskussionen waren dann auch für die erfahrenen Baumschneider eine wertvolle Erweiterung des eigenen Wissens.

Am Nachmittag wurden alte, ungepflegte, Bäume bearbeitet. Dabei galt die Devise: „Wenige, größere Schnitteingriffe sind besser als viele kleine.“ Oftmals war man überrascht, welchen positiven Effekt man erhielt, wenn man nur zwei bis drei stärkere Äste komplett entfernt hatte. „Mäßig, aber regelmäßig“ ist ein weiterer Merksatz beim Altbaumschnitt.

Dies bedeutet, dass die erforderlichen Schnitte über einige Jahre verteilt werden sollten. Denn bei zu starkem Schnitt reagiere der Baum mit übermäßigem Triebwachstum. Dies schmälere den Obstertrag und erhöhe gleichzeitig den Arbeitsaufwand im nächsten Jahr, erfuhren die Teilnehmer.

Beim Schneiden der ungepflegten Altbäume waren die verwendeten Akku-Hochentaster eine große Arbeitserleichterung. Durch diese sei man rund viermal so schnell als mit Leiter, Schere und Säge, hieß es. Zudem sei der Schnitt vom Boden aus sicherer und man habe den besseren Überblick, welche Äste man entfernen möchte. Der größte Vorteil der Akkugeräte sei jedoch das angenehm leise Arbeitsgeräusch.

Am Ende waren sich die Teilnehmer einig, dass man wertvolle Informationen erhalten habe. cw