Boxberg

Leserbrief Zum Bericht „Ein-Stunden-Takt: Was es zu wissen gibt“ (FN, 28. Juni)

„Alte Verbundenheit ein gutes Zeichen“

Archivartikel

Es freut mich zu lesen, dass es nun nicht mehr so lange hin ist, bis die Bahn-Anliegergemeinden zwischen Osterburken und Lauda vom Verkehrsschatten ins Licht des öffentlichen Taktverkehrs rücken. Das wurde Zeit und die Kundgebung im Juli 2018 war ein eindrucksvolles Zeugnis dafür, dass die Bevölkerung im badischen Frankenland endlich auch an einem geregelten öffentlichen Nahverkehr teilhaben will.

Dass sich Gemeinden aus den Landkreisen Neckar-Odenwald und Main-Tauber über Verwaltungsgrenzen hinweg an ihre alte Verbundenheit erinnern und gemeinsam agieren, ist ein gutes Zeichen.

Und es geht nicht nur darum, mit der Bahn möglichst bequem wegzukommen, nein, Leute von außerhalb möchten endlich die Möglichkeit haben, auch hinzufahren. Nicht nur, wie in meinem Fall, um die Verbindung zur Heimat aufrechtzuhalten, sondern auch aus touristischem Interesse.

Eine gute Interimslösung war bisher das gut organisierte Ruftaxi-System, das am Wochenende einen Zwei-Stunden-Takt garantierte und endlich Verwandtenbesuche am Wochenende ohne Auto möglich macht.

Hoffen wir, dass das neue Angebot ab Dezember zahlreich angenommen wird und das Land Baden-Württemberg sich bereitfindet, den Nahverkehr auch im Nordosten des Landes ernstzunehmen und zu finanzieren.

Hoffen wir auch, dass alsbald der Anschluss der vor langer Zeit geschlossenen Bahnhöfe in Hirschlanden, Uiffingen, Schweigern, Unterschüpf und Sachsenflur erfolgt.

Dass ein vertaktetes System auch im ländlichen Raum funktioniert und angenommen wird, zeigt der Erfolg der S-Bahn-Verbindung von Osterburken Richtung Neckarelz und Rhein-Neckar-Raum.