Boxberg

Partnerschaft Delegation aus dem Umpfertal besuchte Freunde in Boxberg/Oberlausitz

Beziehungen der Kommunen weiter vertieft

Gäste aus Boxberg besuchten kürzlich die Partnergemeinde in der Oberlausitz. Damit wurde die Freundschaft der beiden Kommunen vertieft.

Boxberg. Nahezu drei Jahrzehnte besteht nun schon die Partnerschaft zwischen Boxberg/Baden und Boxberg in der Oberlausitz. Vieles hat sich in dieser Zeit in beiden Gemeinden bewegt und verändert. Doch geblieben sind die Freundschaften, die sich in den zahlreichen gegenseitigen Besuchen und Begegnungen gefunden und vertieft haben. Diese Freundschaft zu erhalten und zu vertiefen, aber auch Neues zu erleben und zu erfahren, war Grund für den viertägigen Besuch der Reisegruppe des Boxberger Gemeinderates zusammen mit Bürgermeister Christian Kremer.

Gemeinschaftspflege wichtig

Karl Hoffmann, ehemaliger stellvertretender Bürgermeister, Motor der Partnerschaft und jetziger Partnerschaftsbeauftragter, hatte ein sehr informatives und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, bei dem auch die Geselligkeit und Gemeinschaftspflege nicht zu kurz kam. Schon die Fahrt in die Oberlausitz war für die Teilnehmer ein Erlebnis.

Karlsbad war die erste Station, wo man die weltbekannte Likörfabrik des Becherovka besichtigte und eine Kostprobe genoss, bevor man über das faszinierende und beeindruckende Elbsandsteingebirge Hoyerswerda erreichte.

Ganz im Zeichen des Besuchs von Görlitz, der angeblich schönsten Stadt Deutschlands mit ihrer architektonischen Vielfalt wie dem Obermarkt, Schönhof, Rathaus, Untermarkt, den Laubengängen, dem Flüsterbogen und der Peterskirche stand der zweite Tag der Reisegruppe. Beeindruckend war für die Teilnehmer die Stadtrundfahrt am Nachmittag mit Eindrücken aus Jugendstil und Gründerzeit, den verschiedenen Stadtbezirken und Villenvierteln sowie der polnische Stadtteil mit einem Blick in die ehemalige Ruhmeshalle (Kaiser Wilhelm Gedächtnishalle).

Entspannung von den zahlreichen Eindrücken von Görlitz bot dann der Abstecher an den Betzdorfer See. Dass bei diesem Besuch der Braunkohletagebau Thema war, war für die Gäste aus dem Umpfertal einmal mehr ein besonderes Erlebnis. Doch bevor man den Kohlestaub auf der Abbausohle zu spüren bekam, hatte man noch zwei weitere Höhepunkte auf dem Programm. Zunächst besuchte man die Milchwelt in Kotten, wo man bei einer Führung viel Interessantes über die Milchwirtschaft und Käseproduktion erfuhr und dabei auch den schmackhaften Käse probieren konnte. Nach einer Burgführung auf der Jakubzburg in Mortka – eine nach mittelalterlicher Vorlage neu erbaute Burg – ging es zum Informationszentrum Bärwalder See, wo man sich eingehend über die Entstehung und Entwicklung des Sees als touristischen Zentrum von Boxberg/Oberlausitz informierte.

Braunkohleabbau besucht

Nochten, eine Teilgemeinde von Boxberg und Zentrum des Braunkohletagebaus, war das nächste Reiseziel. Im Mannschaftstransportwagen ging auf die Fördersohle des Tagebaus Nochten, wo man beeindruckt von der riesigen Abbaubaggern und Förderanlagen auch die Problematik der Region – das Ende der Braunkohleverstromung – kennenlernte.

Heiter und gemütlich ging es danach beim Nochtener Dorffestes zu. Hier traf man die Gemeinderatskollegen aus Boxberg/Oberlausitz, viele alte Bekannte und Freunde, tauschte Erinnerungen und Erfahrungen aus und genoss die gemeinsamen Stunden.

Erfreut über den Besuch und die gemeinsamen Tage mit der Reisegruppe aus der Partnergemeinde im Umpfertal und mit seinem Amtskollegen Christian Kremer zeigte sich auch der gastgebende neue Bürgermeister Achim Junker. Es sei erfreulich, dass diese von seinem Amtsvorgänger Roland Trunsch geschlossene und intensiv gepflegte Partnerschaft so gute und enge Bindungen geschaffen habe.

Die Grüße der Stadt Boxberg und des Gemeinderates überbrachte Bürgermeister Christian Kremer, der sich bei Bürgermeister Achim Junker und seinem Amtsvorgänger Roland Trunsch für die durch die Partnerschaft und Partnerschaftsbegegnungen entstandenen beiderseitigen Freundschaften und das Miteinander bedankte. Dank sagte er auch Karl Hofmann, der als Partnerschaftsbeauftragter der Stadt Boxberg diese Fahrt des Gemeinderates und die gemeinsamen Treffen vorbereitet hatte.

Man war nicht mit leeren Händen nach Boxberg gekommen. Zur Erinnerung an diesen Besuch überreichte Bürgermeister Christian Kremer an seinen Amtskollegen Bürgermeister Achim Junker eine Fotoansicht von Boxberg/Baden. Dazu gab es noch einen 25 Kilo Sack mit Fränkischem Grünkern aus der Grünkernproduktion von Karl Hofmann, den dieser unter großem Beifall an Bürgermeister Achim Junker und dessen Amtsvorgänger Roland Trunsch überreichte, den er kurzerhand zum Partnerschaftsbeauftragten von Boxberg Ost ernannte.

Bevor man am Sonntagnachmittag die Heimreise antrat, traf man sich nach einem Rundgang durch den Boxberger Teilort Bärwalde zu einer gemütlichen Frühschoppenrunde, wobei man die gemeinsamen Erlebnisse der vergangenen drei Tage noch einmal Revue passieren ließ. Die vier erlebnisreichen Tage in der Oberlausitz vertiefte und festigte nicht nur die Partnerschaft zwischen den beiden Gemeinden, sondern vermittelte auch viel Neues über die Entwicklung und Zukunft, aber auch die Probleme der Partnergemeinde. Dies ist für die Verantwortlichen eine gute Basis für eine weiterhin erfolgreiche Partnerschaft zwischen den beiden Gemeinden, die mehr als nur der Name verbindet. prewe/kho