Boxberg

Konzert Altarraum der evangelischen Kirche Schwabhausen verwandelte sich durch PaperClip und Samuel Rösch in eine Konzertbühne

Brennen für den Glauben an Gott

Christliche Botschaften in Pop-Songs verpackt: „The Voice“-Gewinner Samuel Rösch und seine Band PaperClip sorgten in der evangelischen Kirche für große Begeisterung.

Schwabhausen. Solche Klänge sind in der evangelischen Kirche in Schwabhausen wohl eher selten zu hören. Treibendes Schlagzeug und harte Gitarre statt sanfter Orgel, Popmusik statt Gemeindegesang. Beim Konzert von PaperClip mit Sänger Samuel Rösch wird eine ganz andere Art von Gebet angeschlagen. Der Gewinner von „The Voice of Germany“ hat mit seiner christlichen Botschaft das Publikum sofort auf seiner Seite.

Zu den begeisterten Zuhörern zählt auch Pfarrer Philipp Tecklenburg, der sich über die große Besucherzahl freut und von der tollen Stimme Samuel Röschs schwärmt. Zuvor hatte er den beiden Initiatorinnen Susanne und Tabea Thienel und allen Helfern für die Organisation gedankt. Für ihn sind die Lieder der Band Songs, die berühren und auf ihrem Glauben basieren.

Das wird schon beim Opener „Brennst du“ deutlich, mit dem die fünf Musiker den Altarraum erobern und die Zuhörer schon mit den ersten Tönen für sich gewinnen. Es wird geklatscht, gesungen und mit den Fingern geschnippt. Ob „Vom Ich zum Du“ oder „Lebensfarben“: Die Botschaft, dass es einen gibt, auf den man vertrauen kann, ist musikalisch immer zu spüren. Nicht nur bei „An Dich“ mit der Textzeile: „Mein Herr steht mir bei, mein Herr ist mir nah“.

Besondere Art des Gebets

Die Jungs aus dem Erzgebirge bieten mit ihren rockig angehauchten Pop-Songs eine musikalische Predigt, verpacken ihre Einstellung zum Glauben an Gott in wunderbare Melodien und aussagekräftige Texte. Etwa bei „Er ruft Dich“, was für Rösch der Kern seines Glaubens ist. „Gott will zu jedem Menschen eine Beziehung aufbauen“, ist Röschs Credo. In solchen Liedern wird deutlich, dass Gebet nicht nur in der Kirche, sondern bei vielen Gelegenheiten stattfinden kann.

Etwas ruhiger wird es beim Akustik-Set, bei dem auch Mundharmonika, Melodika und Akustik-Gitarre zum Einsatz kommen – die Überraschung, die Paperclip für Schwabhausen vorbereitet hatten, wie Samuel Rösch verrät. Der Sieger der Casting-Show erzählt nicht nur von seiner aufregenden Zeit bei „The Voice“, in der er viel gelernt hat, sondern auch von seiner Diabetes-Krankheit, die ihn zum Song „Von Wolken und Wegen“ über gute und schlechte Zeiten inspiriert hat.

Natürlich dürfen beim einstündigen Konzert in der Kirche von Schwabhausen auch Songs aus „The Voice“ nicht fehlen. Mit „Signal“ von Joris setzen PaperClip gleich zu Beginn ein Ausrufezeichen. Gänsehautfeeling bei „Auf uns“ von Andreas Bourani, wenn der Refrain nicht nur auf der Bühne, sondern auch aus vielen Kehlen in den Kirchenbänken erklingt. Nicht nur Samuel Rösch hat der Song „Der Weg“ von Herbert Grönemeyer bewegt. Die Interpretation der Band kommt beim Publikum bestens an.

Ohne Zugabe kommen die Fünf aus dem Erzgebirge nicht von der Bühne. Mit Roger Ciceros „In diesem Moment“ gibt es noch einmal einen Abstecher zu „The Voice“, ehe mit „Allein am Kreuz“ aus der Feder von Samuel Rösch ein grandioses Konzert mit langem Beifall und Zugabe-Rufen zu Ende geht.

Und anschließend nehmen sich der Star und alle Bandmitglieder – ganz bodenständig – viel Zeit für Autogrammwünsche und Selfies mit den Fans.