Boxberg

Leserbrief Zum Thema Frankenbahn

„Das Machbare bis an die Grenzen ausloten“

Archivartikel

Zum Einstieg lade ich die Leser zu einer gedanklichen Reise nach Berlin ein. Ich erinnere daran, dass dort vor nahezu einem Vierteljahrhundert der Reichstag in den Fokus der Medien geriet. Christo verhüllte diesen, zusammen mit seiner Ehefrau Jeanne-Claude mit 100 000 Quadratmetern silbern glänzenden Gewebebahnen.

Die Verhüllung des Bahnhofs in Wölchingen ist hingegen weit weniger spektakulär verlaufen. Ein Ende ist derzeit leider nicht absehbar. Deshalb mein Appell an die Gemeinde Boxberg, das Bahnhofsgebäude samt Gelände käuflich zu erwerben, um ein ernsthaftes Zeichen zu setzen. Ein Zeichen, mit dem Boxberg sein Bemühen um die Frankenbahn sowie dem geplanten Stundentakt glaubhaft unterstreichen würde.

Zügig ausgeführt, wäre sogar noch eine Förderung mittels des Leader-Programms denkbar. Ausnahmsweise einmal ein größeres kommunales Projekt, an dem die gesamte Bevölkerung einen echten Nutzen hätte. Nach 2019 ist zwar eine ähnlich gelagerte Förderung immer noch möglich, jedoch treten wir dann in Konkurrenz zu 18 weiteren Regionen Dies bedeutet naturgemäß wesentlich geringere Chancen. Abschließend eine treffende Formulierung von Prof. Dr. Reinhardt, mit der er leider nicht den Lückenschluss zwischen Osterburken und Lauda/Würzburg gemeint hat: „Wir müssen das Machbare bis an die Grenzen ausloten.“

Beim Zukunftsthema SuedLink scheint die Region um Boxberg eine weit gewichtigere Rolle als bei der Bahnanbindung zu spielen. Wird doch sogar eine Variante durchs Umpfertal über Sachsenflur, Unterschüpf und Schweigern nach Boxberg diskutiert.

„Egal wie, immer geht es durch Boxberg“, so die Überschrift des zugehörigen Zeitungsberichts. Die Region sollte dies mit der Bedingung an eine dauerhafte Wiederbelebung aller ehemaligen Haltestellen verknüpfen.