Boxberg

Sanierungsprogramm der Stadt Boxberg Bis 2020 können noch Förderanträge gestellt werden / Maximal gibt es 20 000 Euro pro Projekt

Der Fördertopf ist noch lange nicht leer

Beim Sanierungsprogramm der Stadt Boxberg zur Innenentwicklung stehen im Fördertopf noch fast eine Million Euro zur Verfügung.

Boxberg. Seit dem Jahre 2014 dreht sich das Rad der Stadtsanierung Boxberg mit einem Anfangszuschuss von 1,2 Millionen Euro vom Land Baden Württemberg und der Stadt Boxberg. Aus diesem Topf wurden bereits 855 000 Euro an Sanierungsmittel für 18 Maßnahmen an die jeweiligen Haus- und Grundstücksbesitzer ausgezahlt, erläuterte bei einem Vor-Ort-Termin Claudia Schlör vom Hauptamt der Stadt Boxberg. Somit stehen noch 345 000 Euro an Zuschuss zur Verfügung, die für weitere Maßnahmen je nach Förderung bewilligt werden können, spätestens aber bis zum Ende der Förderung im Jahre 2020.

Zurzeit laufen 16 Maßnahmen. Es werden und wurden fünf Häuser in der Poststraße saniert, fünf Häuser in der Kurpfalzstraße, weitere zwei am Schloßweg sowie je ein Gebäude am Lindenrain, im Wannenweg, sowie in der Unteren Gasse.

Das Interesse sei anfangs nicht besonders große gewesen, so Claudia Schlör, aber nun haben sich noch zusätzlich weitere 17 Familien über eine mögliche Sanierung informiert. Eine weitere kommunale Maßnahme steht ebenfalls noch an. Zwei der genehmigten Projekte sind bereits abgeschlossen und abgerechnet.

Das Programm der Stadtsanierung läuft bereits seit 2014 und endet 2020, das heißt, die Sanierungen müssen spätestens 2020 begonnen haben.

Erstberatung

Wie kommt man an die Fördergelder? Im Turnus von zwei Monaten finden mit dem von der Stadt Boxberg beauftragten Ingenieurbüro Klärle Beratungstermine statt, die unter anderem auf der Homepage der Stadt Boxberg www.boxberg.de bekannt gegeben werden. Die Erstberatung ist Voraussetzung für eine Antragstellung. Wer Interesse hat, kann mit Claudia Schlör unter Telefon 07930/60512 einen Beratungstermin vereinbaren. Der nächste Beratungstermin findet am Dienstag, den 7. November, statt.

Dabei sei zu beachten, dass von der Antragstellung bis zur Förderbewilligung mindestens drei Monate einzuplanen sind. Dies alles sind Daten, die der oder die "Haussanierer" wissen sollten.

Notwendige Antragsunterlagen sind dabei eine Maßnahmenbeschreibung als Formblatt mit Informationen zu Energieeffizienz und Barrierefreiheit, digitale Bilder vom Zustand vor Maßnahmenbeginn sowie Planunterlagen (Lageplan, Grundrisse, Ansichten und Schnitte je nach Veränderung am Baukörper).

Wird ein Antrag für mehrere Wohneinheiten gestellt, ist eine Wohnflächenberechnung pro Einheit beizufügen. Dazu kommen noch Kostenschätzung nach DIN 276 oder fachmännische Kostenschätzung, zum Beispiel durch Kostenvoranschläge von vorrangig ortsansässigen Fachhandwerkern, eine zustimmende Stellungnahme zur Planung, die Publizitätszustimmung sowie der geplante Umsetzungszeitraum.

Es ist für den Interessenten wichtig zu wissen, so Claudia Schlör, dass man nach Unterzeichnung des Modernisierungsvertrags zwei Jahre Zeit hat, die Maßnahme umzusetzen und abzurechnen.

Insgesamt sind zwei Abschlagszahlung möglich, bevor die Schlusszahlung erfolgt. Zur Abrechnung sind jeweils die Rechnungen im Original sowie ein Zahlungsnachweis vorzulegen, hierbei gilt auch ein Kontoauszug der Bank.

Förderbedingungen

Förderfähig ist die Modernisierung von Wohneinheiten und Umnutzung zu Wohneinheiten. Hier beträgt der Förderhöchstsatz für private Maßnahmen 30 Prozent der berücksichtigungsfähigen Kosten (Nettokosten abzüglich zehn Prozent) oder maximal 20 000 Euro pro Wohneinheit. Bei Maßnahmen zur Eigennutzung (nicht bei Mietwohnungen) kann eine Zuschusserhöhung um 2500 Euro für jedes eigene Kind beantragt werden, das bei Antragstellung unter 18 Jahre alt ist.

Wichtig ist zu wissen, dass eine Förderung unter 5000 Euro laut den Richtlinien nicht gewährt werden kann. Fördermittelzusagen werden auch nur erteilt, wenn es sich um umfassende Modernisierungen handelt, das heißt, mindestens drei Gewerke zur Ausführung kommen und eine Fassadenrenovierung mit durchgeführt wird, falls diese nicht in den letzten 15 Jahren erneuert wurde. Eigenleistungen sind hierbei nicht förderfähig. Auch können logischerweise nur Hauseigentümer einen Antrag stellen. Bei Unterzeichnung des Modernisierungsvertrages muss die notarielle Urkunde vorliegen.

Ein Anspruch auf Gewährung eines Zuschusses für Erneuerungsmaßnahmen besteht in keinem Falle und ist nicht einklagbar. Zuschüsse können nur im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel ausgezahlt werden.