Boxberg

Freisprechungsfeier 25 junge Landschaftsgärtner nahmen den Gesellenbrief in Empfang / Jacob Kress und Tim Wagner (Garten-Stahl aus Schweigern) unter den erfolgreichen Absolventen

Die eigenen Fähigkeiten optimal einsetzen

Archivartikel

25 junge Landschaftsgärtner aus der Region Hohenlohe-Franken nahmen jetzt ihren Gesellenbrief in Empfang – darunter auch zwei, die in Schweigern beruflich engagiert sind.

Heilbronn-Franken/Schweigern. Zunächst trafen sich die frischgebackenen Landschaftsgärtner zu einer Führung über das Gelände des Golfplatzes Kaiserhöhe. Danach wurden alle Gäste von Waldemar Stahl als Vertreter der Region Franken im Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg im Amt des Regionalvorsitzenden recht willkommen geheißen. Er und beglückwünschte die Junggesellen zu ihrer erfolgreich abgelegten Prüfung.

Eingerahmt wurde der offizielle Teil der Lossprechung mit modernen und klassischen Melodien durch das Quintett des Musikverein Umpfertal unter der Leitung von Jürgen Metzger.

In seiner Laudatio stellte Matthias Blechschmitt, Präsidiumsmitglied im Verband, zunächst die Bedeutung des Wortes Laudatio in den Raum. Er beglückwünschte die jungen Landschaftsgärtner in einer kurzen Festrede zu ihrem Erfolg. Wieder kam eine Frage auf: Was bedeutet Erfolg und wer war alles am Erfolg beteiligt? In erster Linie natürlich die Auszubildenden selbst, jedoch auch das Elternhaus, das vielleicht die ersten Schritte eingeleitet habe. Nicht zu vergessen die Ausbilder, die nicht einen unerheblichen Teil dazu beigesteuert hätten. Und zu guter Letzt die Lehrer in der Berufsschule und den überregionalen Ausbildungsstätten. Er bedankte sich bei allen für ihre Mithilfe zum Gelingen des durchweg guten Abschlusses der nun frischgebackenen Gesellen.

Engagement gewürdigt

Blechschmitt erwähnte auch das Engagement der Ausbildungsbeauftragten im Verband, die einen Azubi- Tag, aber auch den Prüfungsvorbereitungstag sowie die Bildungsbörsen in Heilbronn und Lauda-Königshofen mit organisiert hätten.

In seiner Vorschau auf den weiteren beruflichen Wertegang ermutigte er die Absolventen, neugierig, kritisch, konstruktiv zu sein, sich selbst und die eigenen Fähigkeiten für die Zukunft optimal einzusetzen. Dann würde sich der Erfolg schon fast von allein einstellen. Den Absolventen gab er ein Zitat von Olaf Schubert mit auf ihren weiteren Lebensweg: „So, jetzt wissen Sie Bescheid, machen Sie was draus, ich kann mich schließlich nicht um alles kümmern.“

Schulleiter Klaus Ulbrich von der Christiane-Herzog-Schule Heilbronn brachte zur Feier eine kleine Schüssel Erbsen mit, er ermunterte seine ehemaligen Schüler, zum Erbsenzähler zu werden. Dies ginge so: Jeden Morgen eine Hand voll Erbsen in die rechte Hosentasche packen und bei jedem positiven Erlebnis eine Erbse von dieser dann in linke Tasche zu geben– abends könne man diese kleinen Begebenheiten dann nochmals in Erinnerung rufen. So erhalte man sich die guten Gedanken – könne selbst auch mal loben und sich an seinen täglichen kleinen Erfolgen erfreuen.

H. Keim kam vom Regierungspräsidiums Stuttgart, um den jungen Landschaftsgärtnern ihre Urkunden zu überreichen. Er stelle Überlegungen an, wie es wohl zum Berufswunsch Gärtner gekommen sei. Auch er fand zunächst, Lokomotivführer oder Musiker wäre geeignet für ihn, bis er den Beruf Gärtner für sich entdeckt habe. Daher freue es ihn besonders, dass nun 25 neue Landschaftsgärtner die Prüfung bestanden hätten und jetzt vor ihrer beruflichen Laufbahn stünden. Keim ermunterte alle, nicht im Wissen stehen zu bleiben, sondern die vielfältigen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen zu nutzen , vielleicht sogar Meister oder Techniker zu werden.

Blechschmitt, Stahl und Gurr (zweiter Regionalvorsitzender) überreichten mit Keim die Urkunden, die Gesellen mit Note zwei erhielten ein kleines Präsent. Eine besondere Auszeichnung erhielt Timon Braun als Klassenbester. Er bekam vom Regierungspräsidium für die Note 1,4 einen Buchpreis und vom Verband Garten-Landschaftsbau einen Gutschein für einen Kurs bei der „AuGala“ zur Fort- und Weiterbildung.

Timon Braun war schon zusammen mit Tim Wagner beim Jugendpreis in Lahr aktiv und wurde dort mit einem dritten Preis geehrt.

Mit Erfolg haben bestanden: Timon Braun (Artterra, Schwäbisch Hall), Maximilian Krödel (Grünteam, Heilbronn), Leon Finn Schwuchow (Biegert, Leingarten), e Patrick Maile (N.C.Thomas, Schwäbisch Hall), Michael Zenth (Landvatter & Schuh, Untereisesheim), Leon Weinländer (Garcke, Ingersheim), Ferdinand Engel (Projekt GrünRaum Flein), Nick Rapp, Thomas Leibfarth (beide Glöckle, Besigheim), Ronny Freisinger (Dillmann, Ilsfeld), Adrian Böhme (Schmid, Vaihingen/Enz), Alexander Bauer, Marcel Zürn (beide Lauterwasser, Benningen), Lucca Burkhardt (Sievers, Freiberg am Neckar), Michael Fuhrmann, Stefan Schmötzer (beide Immergrün, Steinheim), Jonathan Glenk (Landes, Neudenau)., Erik Hehl (Gurr, Untergruppenbach), Simon Hertner (Grün, Schwaigern-Niederhofen), Norman Huft (Precker, Heilbronn), Paul Pfersich (Bietigheimer Gartengestaltung, Tamm), Tim Rohrer (Veigel, Besigheim), Fabian Seebold (Brütsch, Hardthausen), Jacob Kress und Tim Wagner (beide Garten-Stahl, Schweigern). pm