Boxberg

„Wir verbinden Boxberg“ Preisgeld aus dem „Smart Grids-Quartier-Award“

EnBW überreichte Spende über 2000 Euro

Archivartikel

Boxberg.Einen Scheck über 2000 Euro für den Verein „Wir verbinden Boxberg“ übergab EnBW-Kommunalberater Bernhard Ries an Bürgermeister Christian Kremer und den stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Klaus Dörzbacher. Die Summe ist Teil eines Preisgeldes des „Smart Grids-Quartier-Award“, den die EnBW Energie Baden-Württemberg AG und die Netze BW GmbH für ihr gemeinsames Projekt „Flexibler Wärmestrom“ zusammen mit ihren Partnern erhalten hatten.

„Der Erfolg unseres Konzepts beruht in starkem Maße auf dem großartigen, ehrenamtlichen Engagement unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger. Doch so ganz ohne finanzielle Mittel können auch wir nicht erfolgreich sein. Daher freuen wir uns natürlich sehr über die Spende“, bedankte sich Klaus Dörzbacher.

EnBW und Netze BW seien verlässliche Partner von Boxberg, wie Bürgermeister Christian Kremer anmerkte: „Wir pflegen eine traditionell gute Zusammenarbeit. Darum war es für uns keine Frage, dieses zukunftsweisende Projekt hier bei uns zu unterstützen. Und unserer Bürgerinnen und Bürger haben gleich mitgezogen.“ Darum solle das Geld auch den Boxbergern zugutekommen.

Die ehrenamtlichen Helfer des Vereins „Wir verbinden Boxberg“ übernehmen Fahrdienste für immobile Bürgerinnen und Bürger und leisten damit einen unschätzbaren Beitrag nicht nur für ältere Menschen. Somit habe auch die Allgemeinheit etwas von der Spende an den Verein.

In Boxberg hatten das Energieunternehmen und seine Tochtergesellschaft in einem Modellversuch Wärmestromanlagen flexibel in Zeiten hoher erneuerbarer Energieerzeugung geladen. „Im Gegensatz zur ‚alten’ Energiewelt stellt sich künftig unter anderem die Frage, wie man aufgrund der schwankenden Einspeisung aus erneuerbaren Energien den Verbrauch möglichst gut an die Erzeugung anpassen kann. In dem Zusammenhang sind zum Beispiel Speicherlösungen gefragt – im industriellen Maßstab, aber auch im privaten Bereich“, erklärte Bernard Ries. Dabei seien in Hunderttausenden von Haushalten in Deutschland bereits Speicher verfügbar, nämlich in Form von Nachtspeicherheizungen und Wärmepumpen. „Da war es naheliegend zu überlegen, wie dieses Potenzial genutzt werden kann.“ Der Versuch habe gezeigt, dass Wärmestromanlagen eingesetzt werden können, um auf das Dargebot erneuerbarer Energien zu reagieren und den Ausbaubedarf im Verteilnetz zu verringern.

Damit könne das Projekt langfristig zu geringerem Netz- und Speicherausbau beitragen sowie Abregelungen von erneuerbaren Energieanlagen zu reduzieren. Der Kunde könnte zukünftig von den niedrigen Beschaffungspreisen am Energiemarkt und von weiterhin reduzierten Netzentgelten profitieren. Dazu fehlen derzeit aber noch verbindliche Rahmenbedingungen.

Beim Stichwort Speicher ergebe, sich, so Ries, ein weiterer Berührungspunkt mit dem Verein „Wir verbinden Boxberg“. Der nutzt nämlich für seine Fahrten einen Elektro-Kleinbus. Und Elektrofahrzeuge können im weitesten Sinn ebenfalls als mobile Speicher verstanden werden. enbw