Boxberg

Vortrag Karin Maag sprach zum Thema Organspende

„Entscheidung ist freiwillig“

Grünsfeld.Über den Stand der politischen Diskussionen zum Thema „Organspende“ und über das seit April geltende geänderte Transplantationsgesetz referierte die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Karin Maag, bei den VdK-Gesundheitstagen in Grünsfeld.

Die Bundestagsabgeordnete setzt sich verstärkt dafür ein, Menschen zu aktivieren, einen Organspenderausweis auszufüllen. Laut der Deutschen Stiftung Organtransplantation habe es 2017 lediglich 797 Organspenden gegeben, obwohl mehr als 10 000 Patienten auf der Warteleiste stünden, berichtete Maag. Zugleich dankte sie dem VdK-Kreisverband Tauberbischofsheim, dass dieser das Thema „Organspende“ als Leitmotiv der Gesundheitstage gewählt habe. Für eine Organspende sei in Deutschland das Einverständnis eines Verstorbenen in einem entsprechend ausgefüllten Ausweis oder in einer Patientenverfügung notwendig. Gebe es diese nicht oder werde kein Ausweis gefunden, würde eine Entscheidung den Angehörigen überlassen. „Die Organspende muss eine freiwillige Selbstbestimmung bleiben“, plädierte Maag. „Eine gleichkommende Entscheidung darf weder vom Staat erzwungen noch von der Gesellschaft erwartet werden“. Damit sprach sie sich gegen Pläne von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aus. Zudem trat sie für ein zentrales Online-Register mit den Bürgern ein.„Befassen Sie sich mit diesem zwar schwierigen, jedoch enorm wichtigen Thema“, appellierte Maag abschließend. pdw