Boxberg

Rosengartenkonzert Seit 20 Jahren gibt es die Reihe in Boxberg / Sopranistin und Initiatorin Clarry Bartha ist am Samstag, 28. Juli, zu hören

Festliches Programm zum Geburtstag

Archivartikel

Boxberg.„Stadt der Musik“ oder „So klingt Boxberg“ kann man die jährlichen Rosengartenkonzerte überschreiben. Am Samstag, 28. Juli, um 20 Uhr gibt es eine besonders festliche Aufführung: Es steht das 20-jährige Bestehen an.

Bürgermeister Christian Kremer möchte zusammen mit der Initiatorin der Konzerte, Opernsängerin Clarry Bartha, dass der Abend mit seinem Überraschungsprogramm für die Zuhörer zu einem unvergesslichen Erlebnis wird. Namhafte Künstler wie die Sopranistin Clarry Bartha selbst, ihr Sohn Florian Schmidt-Bartha, Benjamin David, Stefan Veskovic werden zusammen mit dem Musikverein Umpfertal unter Volker Metzger die Zuhörer in ihren Bann ziehen und Klassik auf hohem Niveau zu Gehör bringen.

Begonnen hat alles im Jahre 1988 unter dem damaligen Bürgermeister Horst Hollenbach sowie mit dem in Boxberg lebenden Künstler Ehepaares, Clarry Bartha und ihrem Mann, Musikprofessor Reiner Schmidt. Nach dessen Tod hat Bartha das für Boxberg so wichtige Kulturerlebnis, „Konzert zum Sonnenuntergang“, bis zum heutigen Tag weiter geführt.

Was die Besucher sicher erfreuen wird: Die Sopranistin wird in diesem Jahr aufgrund des Jubiläums wieder auf der Bühne brillieren. Im FN-Gespräch ist es ihr ein besonderes Anliegen, dass das Rosengartenkonzert in ihrem Sinne auch in den nächsten Jahren weiterhin seinen kulturellen Platz einnimmt.

Die Anfänge des Boxberger Rosengartenkonzertes vor 20 Jahren spielten sich im wahrsten Sinne im herrlichen Ambiente des blühenden Rosengartens ab. Anschließend wurden die Zuhörer vom Künstlerehepaar Schmidt/Bartha in den angrenzenden Märchengarten ihres Hauses eingeladen. Heute nun können aufgrund der hohen Bäume die Konzerte dort nicht mehr stattfinden und wurden daher in den Rathaushof verlegt.

Dort gaben sich in zwei Jahrzehnten viele Künstler die Ehre. Auch Sohn Florian Schmidt wurde als Cellist im Laufe der Jahre zu einem festen Bestandteil auf der Boxberger Bühne.

Die Vita der in Schweden geborenen Sopranistin Clarry Bartha ist entsprechend ihres musikalischen Reichtums und ihrer Fähigkeiten äußerst umfangreich. In den großen Opernhäusern der Welt zu Hause, entstanden viele Aufnahmen und Filme. Sie gründete zusammen mit ihrem Mann Reiner Schmidt den Förderkreis „Bronnbacher Klassik“ und übernahm nach dessen Tod im Jahre 2011 den Vorsitz und die künstlerische Leitung. Ab 2016 wurde ihr die künstlerische Leitung des internationalen Gesangswettbewerbs „Debut“ übertragen. Als Trägerin des Kulturpreises des Main-Tauber-Kreises ist es der Boxbergerin ein Privileg, junge internationale Künstler auf dem Weg zur Karriere zu unterstützen und zu fördern.

Clarry Bartha hatte die nicht leichte Aufgabe, zusammen mit einer hochkarätigen Jury unter 439 gemeldeten Kandidaten die besten auszuwählen. Das Finale mit einem Galakonzert findet vom 24. bis 29. September statt.

Sohn Florian Schmidt-Bartha begann bereits mit fünf Jahren mit dem Klavier spielen und kam über die Musikschule Lauda zum Cello. Er studierte an der Hochschule für Musik in Würzburg und ist seit 2017 an der Hochschule für Musik und Theater München. Ausgestattet mit einer großen Anzahl an Preisen gewann er einen zweiten Preis beim internationalen Musikwettbewerb „Augustin Aponte“ auf Teneriffa und ist seit 2016 Solo-Cellist des Orchesters der Russisch-Deutschen Musik-Akademie St. Petersburg.

Das Streichquartett am Samstag besteht auch noch aus Stefan Veskovic, der mit neun Jahren erstmals Klavierunterricht bekam. 1999 zog er nach Stuttgart, ging dort in die Musikschule in die Begabtenklasse. Mit vielen Preisen auf Bundesebene ausgezeichnet, erhielt er den Sonderpreis der Deutschen „Stiftung Musikleben“, studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock mit der Bestnote. Seit seinem Masterstudium an der Musikhochschule Lübeck hat er einen Lehrauftrag für Klavier-Korrepetition.

Benjamin David konzertierte schon sehr früh an der Europäischen Kammermusikakademie als Solist mit dem Orchester des Theaters Vorpommern unter Matthias Husmann.

Er studierte Violine an der Hochschule für Musik und Theater Rostock und seit diesem Jahr Viola. Neben kammermusikalischen Auftritten hat er regelmäßig Engagements in Kleinkunst- und Filmproduktionen mit bildenden Künstlern. Im Überraschungsprogramm des Streichquartetts sind Kompositionen von Fritz Kreisler, Edward Elgar, Vittorio Monti, Bela Bartok, Franz Lehar und Friedrich Hollaender zu finden.

Das Repertoire des Aushängeschilds der Stadt Boxberg, des „Großen Blasorchesters des Musikvereins Umpfertal“, erstreckt sich über klassische Werke, moderne Originalliteratur bis hin zu anspruchsvoller Unterhaltungsmusik. Die Musiker unter Volker Metzger bewegen sich seit Jahren auf der höchsten Leistungsklasse für Amateure. Es werden Werke von Friedrich Gulda, Richard Morton Sherman, Consuelo Velazquez, Cole Porter und Michael Kunze zu hören sein.