Boxberg

Lesung Uticha Marmon stellte ihr Buch „Mein Freund Salim“ vor

Flucht kindgerecht dargelegt

Boxberg.Die ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe hat in Kooperation mit der Mediothek Boxberg eine Lesung für Grundschüler veranstaltet. Zu Gast war Autorin Uticha Marmon. Sie las aus ihrem Buch „Mein Freund Salim“. In zwei spannenden Einheiten zeigte die Hamburgerin auf, dass Freunde nicht unbedingt dieselbe Sprache sprechen müssen, um einander zu verstehen. Ideengeber und Fachstellenmitarbeiter Daniel Gehrlein lobte das Interesse: „Die Grundschüler aus Boxberg sind ein gutes Stück weiter auf dem Weg der Völkerverständigung.“

„Mein Freund Salim“ führte die Dritt- und Viertklässler altersgerecht an das Thema Flucht heran. Die Autorin griff die aktuelle Situation vieler geflüchteter Menschen in Deutschland auf. Aufmerksam beteiligten sich 80 Schüler- und Lehrer mit ihren Fragen.

Das Buch erzählt von Hannes und Tammi, die dem Jungen Salim begegnen. Er spricht eine Sprache, die sie nicht verstehen. Aus Sicht der beiden Kinder wird die Flucht Salims geschildert. Im Laufe der Geschichte freunden sich die Kinder an und überlegen, wie sie ihrem neuen Freund helfen können.

Fazit: Nicht jedes Problem kann gelöst werden, aber Zuneigung hilft, mit den Schwierigkeiten und Ängsten zurecht zu kommen. Indem man sein Gegenüber nicht alleine lässt, fühlt sich das Fremde nicht mehr ganz so fremd an. Das Ende des Buches bleibt jedoch offen – wie die vielen Schicksale der Menschen, die als Geflüchtete nach Deutschland gekommen sind. Keiner weiß, was ihre Zukunft bringt.