Boxberg

Ausstellung Vernissage „Schau mich an“ am 8. Juli beim Gottesdienst in der Kulturkirche

Flucht und Vertreibung in Bildern festgehalten

Archivartikel

Unterschüpf.„Schau mich an! – Gesicht einer Flucht“: Unter diesem Titel ist in Boxberg, Creglingen und Wertheim eine Ausstellung zu sehen. Eröffnung der Bilderschau ist in der Kulturkirche Unterschüpf am 8. Juli.

Rennen, laufen, hetzen über Tage, Wochen und Monate – um das reine Überleben. Der Asylkreis Haltern am See hat unter dem Titel „Schau mich an! – Gesicht einer Flucht“ eine Ausstellung konzipiert, die auf Initiative der Ökumenischen Fachstelle für Flüchtlingshilfe im Main-Tauber-Kreis vom 8. bis 29. Juli zu sehen sein wird.

Am 8. Juli findet um 10 Uhr ein Gottesdienst zur Ausstellungseröffnung in der Kulturkirche Unterschüpf mit anschließendem Empfang statt. Enden wird die Ausstellungsreihe am 29. Juli mit einem Abschlussgottesdienst um 10 Uhr in der Wertheimer Stiftskirche.

Die Ausstellung zeigt 19 Schicksale, die berühren, die die Augen für das Trauma von Krieg, Terror und Flucht öffnen und zeigen: „Schau, ein Mensch.“

Weltweit fliehen mehr als 60 Millionen Menschen vor Not, Krieg und Terror, die Hälfte davon sind Kinder. Irgendwo wird ihre Flucht vorerst ein Ende finden. Vielleicht in unserer Nachbarschaft? Wie schauen man Geflüchtete an, wenn man ihnen begegnet? Häufig heißt es in den Medien oder in Gesprächen „Die Flüchtlinge“. fremd, anonym und negativ. Die Ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe im Main-Tauber-Kreis ermuntert deshalb ein, genauer hinzusehen.

In der Ausstellung zeigen Asylsuchende offen und mutig ihre Gesichter. Sie erzählen, wer sie sind und was sie aus ihrer Heimat vertrieben hat. Und schließlich: Wie erleben sie ihre Ankunft in Deutschland?

Auch viele Deutsche erlebten im Zweiten Weltkrieg oder in der DDR Flucht und Vertreibung. Frauen und Männer berichten wie es damals war, wie sich diese Erlebnisse auf ihr Leben auswirkten und lenken somit den Blick auf unsere eigene deutsche Geschichte.

Gezeigt wird die Ausstellung vom 8. bis 14. Juli in Kooperation mit und in der Kulturkirche in Unterschüpf. Öffnungszeiten: Sonntag: 10 bis 12 sowie 14 bis 18 Uhr, Montag bis Freitag: 18 bis 20 Uhr, Samstag: 9 bis 12 sowie 15 bis 17 Uhr. Besondere Begehungen und Führungen sind nach Vereinbarung möglich. Kontakt über das evangelische Pfarramt Unterschüpf, Telefon 07930/367, oder Daniel Gehrlein, Telefon 0171/ 9122586, E-Mail: daniel.gehrlein@diakonie.ekiba.de

Vom 16 bis 20. Juli ist die Schau in den Räumen der Jugendhilfe Creglingen in Creglingen zu sehen. Öffnungszeiten: Montag: 13 bis 17 Uhr, Dienstag bis Donnerstag: 9 bis 17 Uhr, Freitag: 9 bis 12 Uhr. Termine für Gruppen und Führungen sind nach Vereinbarung möglich. Kontakt über Ragna Zehender, E-Mail: ragna.zehender@diakonie.ekiba.de

Danach geht die Schau bis 29. Juli in die Stiftskirche und ist von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr zu sehen. Besondere Begehungen und Führungen sind nach Vereinbarung möglich bei Alex Schuck, Telefon 01573/1300686, E-Mail: alex.schuck@diakonie.ekiba.de sowie Elvira Leskowitsch, Telefon 0176/61153429, E-Mail: leskowitsch.elvira@kirchenbezirk-wertheim.de

Um Fluchterlebnisse und -schicksale im Main-Tauber-Kreis sichtbarer und greifbar zu machen, plant die Ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe im Main-Tauber-Kreis eine eigene Ausstellung. Hierzu gewannen die Mitarbeiter der Fachstelle den Fotografen Gerald Holzer, der diese Idee unterstützen möchte. Gesucht werden nun Frauen und Männer, die sich bereiterklären, als Fotomodelle mitzuwirken. Wer eigene Erfahrungen hinsichtlich Flucht und Vertreibung hat, die man teilen möchte, kann sich melden.

Termine hierfür sind am 11. Juli von 18.30 bis 20.30 Uhr in der Kulturkirche in Unterschüpf, am 18. Juli 2018 von 18.30 bis 20.30 Uhr in der Jugendhilfe Creglingen und am 25. Juli 2018 von 18.30 bis 20.30 Uhr in der Stiftskirche Wertheim.