Boxberg

Im voll besetzten Frankendom Evangelischer Pfarrer Philipp Hocher im Beisein zahlreicher Gäste und Gläubiger in sein Amt eingeführt

„Gemeinsam rudern und wachsam sein“

In dem voll besetzten Wölchinger Frankendom fand jetzt die Amtseinführung des neuen evangelischen Pfarrers Philipp Hocher statt.

Boxberg/Wölchingen. Die Menschen des hiesigen Raumes wollten alle den neuen Pfarrer mit Familie kennenlernen und kamen zahlreich in das Gotteshaus.

Unter Glockengeläut zogen Pfarrer und Kirchengemeinderäte feierlich mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Tut mir auf die schöne Pforte, führt ins Gotteshaus mich ein“ in die Kirche ein.

Pfarrerin Julia Ehret und Pfarrer Philipp Tecklenburg hießen alle willkommen, einschließlich den Spontanchor, der mit dem Gospelsong „My Lighthouse“ aufwartete. Nach den Gebeten ging Tecklenburg auf die Bewerbung von Pfarrer Hocher vom 11. September 2017 etwas näher ein.

Hierin freute er sich auf ein längeres Zuhause mit seiner Familie. Dieser Wunsch zog sich wie ein roter Faden durch den Gottesdienst und den anschließenden Empfang im evangelischen Boxberger Gemeindehaus.

Gelübde abgelegt

Höhepunkt im Festgottesdienst war das Ablegen des Gelübdes vor Gott mit der Segnung durch die beiden Pfarrer und den Worten: „Bist du bereit, dieses Amt so zu führen, wie du es versprochen hast, so bezeuge es mit einem Ja, mit Gottes Hilfe“. Und er bekräftigte es mit einem „Ja, mit Gottes Hilfe.“ Christiane Weber, mit ihrer einzigartigen Gospelstimme, an der Violine und Stefan Rauch an der Gitarre gaben dem Gottesdienst eine zusätzliche feierliche Note.

Pfarrer Hocher stellte seinen Predigttext unter das Lukas-Evangelium. Zu seinen Kirchenbesuchern gewandt, sagte er, dass er sich auf seine Aufgaben freue, ebenso auf die neuen Herausforderungen in Schule, Gemeinde und Kirche sowie Kindergärten.

Im evangelischen Gemeindezentrum Boxberg nahm dann Pfarrer Philipp Hocher Glückwünsche und Geschenke entgegen. Für die musikalische Umrahmung sorgte Elke Appel am Piano. Klaus Dörzbacher als Vorsitzender des Boxberger Kirchengemeinderats begrüßte alle Gäste und gab den Honoratioren die Möglichkeit, dem neuen Pfarrer ihre Glückwünsche und Grußworte auszusprechen. Allen voran Pfarrer Tecklenburg, der sich noch gut erinnerte, als er nach Schwabhausen und Windischbuch gekommen sei, er sich hier gut eingelebt und seine Familie eine neue Heimat gefunden habe. Dies wünsche er auch seinem neuen Kollegen. Er überreichte ihm den letzten Band einer Sonderausgabe mit Widmung.

Kirche vor allem betroffen

Auch Pfarrer Wunsch von der katholischen. Kirche ist froh, dass die Stelle nach dem Weggang der Pfarrerfamilie Bopp/Hartwig wieder besetzt sei. Er meinte, dass Kirche ihren eigentlichen Daseinszweck als Mission zu erfüllen habe: „In den letzten 50 Jahren hat unsere Gesellschaft den schnellsten Wandel in der Geschichte durchgemacht.“ Davon sei vor allem die Kirche betroffen. „Wir haben verschlafen zu reagieren, nun müssen wir gemeinsam rudern und wachsam sein in der Veränderung der Gesellschaft, wohin die Reise geht“, so seine Kritik.

Auch Bürgermeister Christian Kremer hieß den neuen Pfarrer willkommen und bot ihm an, viele Berührungspunkte mit der Stadt zu suchen. Er nannte das Rathaus „ein offenes Haus“. „Kommen Sie einfach vorbei“, so der Bürgermeister, der sich gleichfalls wie Klaus Dörzbacher über einen baldigen Einzug ins renovierte Pfarrhaus freute, von dort aus der neue Seelsorger alles überblicken könne.

Auch Realschulrektorin Andrea Fürle ließ es sich nicht nehmen, ein paar Worte an Philipp Hocher zu richten. „Wir machen viel Musik und sind gerne Gäste bei Ihnen in der Kirche.

Viele Wünsche und Hoffnungen

Kindergartenleiterin Brigitte Stelter vertrat mit dem gesamten Team die Kindergärten. Es folgten viele Wünsche und Hoffnungen aus dem Kindergarten „Schatzkiste“ im Namen ihrer 13 Mitarbeiter und 75 Kinder, zusätzlich der Krippengruppe. Stelter wünschte der Familie Hocher, dass sie alle Wurzeln schlagen mögen.

Die Kirchengemeinderäte traten auf den Plan mit vielen Glück- und Segenswünschen.

Kirchengemeinderatsvorsitzender Klaus Dörzbacher trat am Ende nochmals in Aktion und resümierte über den Stand des renovierten Pfarrhauses.

Dabei dankte er den vielen Helfern, unter anderem Birgit Groß als Pfarramtssekretärin. Und er durfte am Ende von Annette Rukaber ebenso großen Dank für seine unendlich vielen ehrenamtlichen Mühen entgegennehmen.