Boxberg

Ehrung Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg wurde an Karl Hofmann verliehen

Großes geleistet und Spuren hinterlassen

Karl Hofmann, ein Boxberger Urgestein, erhielt aus den Händen von Landrat Reinhard Frank die Staufermedaille des Landes verliehen.

Boxberg. In Anerkennung seiner Verdienste im kommunalpolitischen und gesellschaftlichen Bereich wurde Karl Hofmann im Ratskeller ausgezeichnet. Die Staufermedaille ist eine der höchsten Auszeichnungen, die das Land vergibt. Die Feierstunde wurde musikalisch umrahmt vom Quintett des „Musikvereins Umpfertal“.

Eine besondere persönliche Würdigung, die über das Maß der eigentlichen beruflichen Pflichten hinausgeht, oder wie bei Karl Hofmann die vielen Ehrenämter ihren Stellenwert hatten.

Landrat Reinhard Frank hielt die Laudatio. Im persönlichen sozialen Umfeld, besonders aber in der Kommunalpolitik habe Hofmann unter großem persönlichen Einsatz und unter Zurückstellung eigener Interessen in vorbildlicher Weise für die Gesellschaft Großes geleistet. Er sei eine herausragende Persönlichkeit, der es hervorragend verstanden habe, Familie, Beruf und Ehrenamt zu einem erfüllten Lebensinhalt zu vereinen und so nachhaltige Spuren in vielen Bereichen zu hinterlassen.

Zu den besonderen Gästen gehörten auch der Bürgermeister von Boxberg Ost, Achim Junker, und sein Amtsvorgänger Roland Trunsch. Ein besonderer Gruß galt Karl Hofmanns Ehefrau Marianne, mit der er nun 48 Jahre verheiratet ist, und der ganzen Familie.

Der Landrat bezeichnete ihn als „Held der Gesellschaft“, der trotz seinen 170 Hektar Bewirtschaftungsflächen als Landwirtschaftsmeister sich in seiner 30-jährigen kommunalpolitischen Tätigkeit in vielfältiger Weise um die Entwicklung der Stadt Boxberg samt den Stadtteilen als Stadtrat, Ortsbeauftragter, sowie Bürgermeisterstellvertreter ausgezeichnet hat. 2009 wurde Karl Hofmann für seine Verdienste mit der silbernen Ehrennadel des baden-württembergischen Gemeindetages ausgezeichnet.

Herausragend sei auch sein Engagement im Vorstand vieler Vereine aus, so der Landrat, der ihn als äußerst zuverlässig und warmherzig titulierte, der all seine persönlichen Belange hinten angestellt habe. Viele Feste und Feierlichkeiten wären ohne seinen Rat und tatkräftiges Geschick nicht denkbar gewesen. Bei den Vertreterversammlungen der Zentral- und Raiffeisengenossenschaften Karlsruhe bis hin zur Region Nordbaden waren sein Engagement und seine Stimme gefragt, ebenso als Beirat im örtlichen Gesangverein, des Heimatvereins, mit seiner Grünkernpräsentation, der Schlosspflege oder als Beirat der Sparkasse Tauberfranken. Bei der Bocknarrenzunft Boxberg war er „Ehrenlaufnarr“ und schließlich war er im Beirat des Bauernverbandes Main-Tauber, speziell im Verein „Landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen“, aktiv. Ebenso im Vorstand des Maschinenrings Tauberfranken“ hatte seine Wissen Gewicht.

Der Geehrte war von 1958 bis 1992 mit Leib und Seele aktiver Musiker beim Musikverein Umpfertal und bekleidete dort von 1982 bis 2000 das Amt des Vorsitzenden. Noch heute denkt er gerne zurück an Startrompeter Walter Scholz, an das Musikfestival „Prager Winter“, an das Wertungsspielen in Brünn und Meran oder an die vielen Freundschaften der Vereine im tschechischen Kolin und dem französichen Porcelette – alles unter seiner Regie. Benefizkonzerte, darunter für die Aktion „Lebenshilfe“, gingen auf seine Initiative zurück. Ans Herz gewachsen waren ihm die vielen Seniorennachmittage der Stadtteile Boxberg und Wölchingen.

Beruf und Ehrenamt verbunden

Dem Grünkern hat Karl Hofmann viel Zeit gewidmet. Und sogar ein Rezeptbuch hat er dafür geschrieben. Als Marktmeister des Boxberger Maimarktes oblag ihm bis 2017 die gesamte Planung und Organisation, dazu gehörten gleichfalls die kostenlosen Mittagessen rund um die Grünkernspezialitäten im Zusammenwirken mit der Manufaktur Hofmann Menue Schweigern.

„Seine Art, Menschen zusammenzuführen, ist sein Markenzeichen, erkennbar durch die freundschaftliche Städtepartnerschaft mit Boxberg in der Oberlausitz“, so Landrat Reinhard Frank. Karl Hofmann habe es immer hervorragend verstanden, Familie, Beruf und Ehrenamt zu einem erfüllten Lebensinhalt zu vereinen.

Bürgermeister Christian Kremer würdigte Karl Hofmann gleichfalls für seine außergewöhnlichen Lebensleistungen in vielen Bereichen. „Du hast für die Stadt in den vergangenen 30 Jahren Großes geleistet – sei es im Stadtrat, als stellvertretender Bürgermeister oder Ortsbeauftragter“, so der Rathauschef. Aufgrund dieser langen kommunalpolitischen Tätigkeit habe er viele Projekte und Maßnahmen maßgeblich unterstützt. Herausragend dabei waren: Die Sanierung des Umpfertalbades, der Umpfertalhalle, Bau des Medien- und Kulturzentrums, Sanierung der Schule, der Stadt und der umliegenden Ortsteile. Eine große Portion an Herzblut habe er in „sein“ Boxberg gelegt, ebenso in die Entwicklung des Gewerbegebietes und Dienstleistungszentrum „Seehof“ mit seinen inzwischen 1500 Arbeitsplätzen.

Mann des Antriebs

Er sei ein Mann des Antriebs und des Fortschritts, pflege die Anerkennung und den Respekt auf seine immer wieder humorigen Art, als überaus geselliger Mensch, Erfolge entsprechend zu feiern, so auch in seinem eigenen Zehntkeller mit Freunden aus der Oberlausitz, den Städtepartnerschaften, für die er immer wieder Ausflüge organisierte.

Ehefrau Marianne dankte der Rathauschef dabei mit einem Blumenstrauß für ihre langjährigen, mitunter tatkräftigen Unterstützungen aller ehrenamtlichen Leistungen ihres Mannes.

Auch Ewald Metzger, langjähriger Dirigent des Musikvereins Umpfertal, zuletzt im Stabsmusikkorps in Bonn tätig, kam als persönlicher Freund zur Feierstunde von Karl Hofmann. Er verwob in einem humorvollen Rückblick viele Fäden in Erinnerung an glückliche Zeiten, sei es in der Musik, der Landwirtschaft oder auch dem Kartenspielen.

Tief bewegt dankte der Geehrte Karl Hofmann abschließend für die lobenden Worte, dabei hatte er keinen vergessen zu danken, für die stets gute und loyale Zusammenarbeit. Das Sahnehäubchen setzte er bei seiner Frau Marianne, den Kindern und mittlerweile vier Enkelkinder.