Boxberg

Stadtspaziergang Unterwegs mit Archivar Dr. Dieter Thoma und Gardis Jacobus-Schoof

In die Sagenwelt Boxbergs eingetaucht

Boxberg.Der zweite Boxberger Stadtspaziergang fand unter Leitung von Stadtarchivar Dr. Dieter Thoma und Gardis Jacobus-Schoof von der Evangelischen Erwachsenenbildung Odenwald-Tauber statt. Menschen, die erst seit kurzem oder schon viele Jahrzehnte in Boxberg und Umgebung leben, waren gekommen, um einen Spaziergang mit vielen sinnlichen Überraschungen zu erleben.

Beginnend an der Mediothek und vorbei am Schulzentrum, ging es auf einen für viele unbekannten Pfad entlang der Gemarkungsgrenze von Boxberg und Wölchingen. Dazu waren viele Geschichten über Häuser und Bewohner zu hören.

Nach dem Parkweg erreichten die Wanderer die Grotte am Ehrlisbächle. Dort überraschten drei mittelalterlich gekleidete Schüler (Jasmin Appel, Lennart Löffler und Sebastian Kappes mit ihrer Lehrerin Marisa Biebelmann) die Gruppe. Sie trugen die Boxberger Sage von der Freifrau von Rosenberg vor. Die Freifrau hatte unbemerkt von ihrem Mann die Armen vor ihrer Burg mit Brot und Wein versorgt. Passend dazu konnten sich die Spaziergänger stärken.

Am See machten hungrige Fische auf sich aufmerksam und an der Wäsch wurden die alte Stadtmauer-Grenze aufgezeigt. Weiter ging es über den Rondellweg zum letzten Turm auf den Schlossberg. Hier erinnerte ein Bocknarr im Filz mit Maske (Marcel Schmitt) an die Sage von der Rettung Boxbergs durch den Schneider im Geißfell. Diese wurde in zwei Varianten vorgelesen.

Passend zur Sage vom Meisterschützen erschien bald ein Jäger (Kurt Bonn) mit Gewehr und berichtete von seinen in vielen Jahrzehnten gesammelten Erlebnissen.

Im Gelände und mit einem alten Plan erläuterte Dr. Thoma die Größe der alten Burganlage. Am Burgbrunnen stellten die Schüler die Sage vom Schatz in der Silberkammer vor. So tief eingetaucht in die Geschichte wagten die meisten Teilnehmer den Gang durch die Unterführung unter der ehemaligen Burg. dt/gjs