Boxberg

Konzert Der „Wilde Paul“ begeisterte sein Publikum im Oberschüpfer Schloss

Lebhafte Texte mit viel Humor gewürzt

Archivartikel

Oberschüpf.Der Tischtennisverein Oberschüpf unter Manfred Pers war Ausrichter des Mundart-Konzerts im Oberschüpfer Schloss mit dem „Wilde Paul“ aus Uiffingen, einem bekannten musikalischen Multitalent und Unikat. Der Schlosssaal war brechend voll von seinen Fans, die ihn kennen oder kennenlernen wollten.

Manfred Pers freute sich über den großen Zuspruch seitens der Zuhörer. Es wurde ein Abend mit dem Gitarrist und Idol Paul Wild, einem in jeder Beziehung ganz besonderen Musiker. Zwischen seinen eigens getexteten Lieder überwiegend in Mundart, erzählte er aus seinem bewegten Leben, auch wie er in seiner Drangsal den Weg zu Gott gefunden hat. Lebhafte Texte und eine große Portion Humor ließen keine Langweile aufkommen. Der Applaus war den ganzen Abend auf seiner Seite und man konnte ihn live, ohne Verstärker erleben, herausfordernd auf seiner Gitarre zwischen Rock, Blues und Country.

Mit „sozialkritischen Protestsongs“ und Themen wie Krieg, Umweltverschmutzung, Atomkraft – dazwischen sehr ehrliche Bekenntnisse aus seinem eigenen Leben: Damit nahm der „Wilde Paul“ seine Zuhörer gefangen. „Wenn do im Raum en Verlierer is, mit dem kann ich mitfühle.“ „Wu kumm ich her, wieso dapp ich do rüm un wu geht’s no?“

Prägnanter als in so mancher Predigt erklärt er, wie ihm der Glaube in schwierigen Situation hilft: „ Do geht dann a nett alles paletti. Aber ich hob en Halt“, überzeugt er sein Publikum. „Ich hör mi selber immer mol wieder gern“, erzählt er „verrockte Dialekttexte“ und die Schilderung von Ortsbegebenheiten, von „mords Stories“. Dazwischen die Sorte Witze, die man sich gerne merken möchte. Mit einem Ausflug ins dörfliche Leben des letzten Jahrhunderts, mit Transmissionen, die ins „Fuder“ geraten waren, platt gefahrenen Hühnern und älteren Herrschaften, die beim nächtlichen Mostfassanstechen in pikante Schwierigkeiten geraten: Diese Geschichten gehören zu seinem besonderen Repertoire.

Stehende Ovationen gab es zum Dank vom sichtlich begeisterten Publikum. wahe