Boxberg

CDU Nordwürttemberg Sitzung des Bezirksfachausschusses für Bildungspolitik und Forschung

Lesen als Schlüsselkompetenz für gesellschaftliche Teilhabe

Archivartikel

Stuttgart/Boxberg.Bei der 82. Sitzung des Bezirksfachausschusses für Bildungspolitik, Forschung und Wissenschaft der CDU Nordwürttemberg informierten sich die Teilnehmer über das Konzept des Kultusministeriums: Basiskompetenzen vermitteln in der Grundschule: Lesen, Schreiben, Rechtschreiben und den Rechtschreibrahmen für die Klassen eins bis zehn.

Dieser zeigt auf einen Blick, wie sich die Unterrichtsinhalte über die einzelnen Klassenstufen hinweg entwickeln. So kann auch der Übergang in die weiterführende Schule in diesem Bereich bruchlos gestaltet werden. Renate Heinisch, Vorsitzende des Bezirksfachausschusses, besuchte vor Ort in Boxberg die Grund- und Realschule und informierte sich über die Umsetzung der Vorgaben. Wichtig war den Lehrern beider Schulen, dass „jedes Kind mit seinen Stärken und Schwächen eine bestmögliche Förderung erfahren muss“.

Die größte Heterogenität bestehe in den Grundschulen. Es komme vor, dass sich Kinder dort in ihren Entwicklungsverläufen bis zu drei Jahre unterscheiden. Das könne sich besonders darin zeigen, dass bei der Einschulung das eine Kind bereits fließend lesen könne und das andere Kind noch nichts von Buchstaben gehört habe. Auf diese Herausforderung müsse so reagiert werden, dass jedem Kind die jeweils optimalsten Entwicklungschancen möglich seien. Die individuelle Förderung soll jedem Kind die aktive und erfolgreiche Auseinandersetzung mit dem Lerninhalt ermöglichen. Dazu braucht es Lehrkräfte mit einem hohen Fachwissen, um den Schülern zum Lernerfolg zu verhelfen.

Dabei sind besonders die kognitive Aktivierung und eine effektive Klassenführung wichtig. Die Angebote und Maßnahmen dürfen nicht nur augenscheinlich geeignet sein, sondern müssen wissenschaftsbasiert sein.

Einige Maßnahmen wurden bereits vom Land ergriffen. Die Stärkung der Qualität an Schulen durch eine am Stand der Wissenschaft orientierte und auf Unterrichtsqualität bezogenen Ausbildung, Fortbildung und Unterstützung.

Die Lernzeit für Deutsch wurde erhöht. Darüber hinaus stärkt der Pakt für gute Bildung und Betreuung die Frühkindliche Bildung. Lehrer der Grundschule betonten die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit den weiterführenden Schulen, denn die Leseförderung endet nicht nach Klasse vier der Grundschule.

Andrea Fürle, Schulleiterin der Realschule, informierte im Gespräch über den Modellversuch zum Programm „Lesen macht stark“,“ Mathe macht stark“ an dem sich die Realschule beteiligt. Für den Erfolg aller Programme ist eine intensive Lehrerfortbildung notwendig, die zeitweise auch schulintern durchgeführt wird.

Renate Heinisch hat sich besonders über das Angebot der Lesementoren an der Realschule erfreut gezeigt, denn dies ist ein Programm das die Elternakademie Baden-Württemberg mit damaligem Sitz in Boxberg ins Leben gerufen hat. „Auf einen guten Anfang und ein gutes Ende kommt es an“, bleibt weiterhin die Aufgabe von Renate Heinisch.