Boxberg

Boxberger Maimarkt Throm zieht nach seiner ersten Messe als Verantwortlicher eine sehr positive Bilanz der vier Festtage

Marktmeister feierte gelungene Premiere

Die Bilanz ist mehr als zufriedenstellend: Roland Throm ist nach seinem ersten Maimarkt als Marktmeister erleichtert.

Boxberg. „Ich bin fertig, alles ist gut gelaufen und hat prima geklappt. Mir fällt ein Stein vom Herzen.“ Aus Roland Throm sprudeln Freude und Begeisterung heraus. Seine Premiere als Marktmeister ist gelungen. Auch wenn ihm sein Vorgänger Karl Hofmann große Fußstapfen hinterlassen hat. Die will er auf seine eigene Weise ausfüllen und hat schon viele Ideen.

Die ersten Neuerungen waren bereits beim Maimarkt in diesem Jahr zu erleben. Vor allem der Buspendeldienst ist sein „Baby“. Auch wenn der Service am Festsamstag nicht so gut angenommen wurde, ist Throm optimistisch. „Es kann sogar drei Jahre dauern, bis es läuft“, gibt er sich nicht geschlagen.

Dass er das mit dem Schlagen – aufs Fass – ganz gut hinkriegt, hatte er beim Bieranstich zum Beginn des Festes bewiesen. „Da war ich schon etwas nervös“, sagt Throm. Die Aufregung habe sich dann aber rasch gelegt, als der Gerstensaft aus dem Hahn geflossen war. Und spätestens am Abend, als Schlagersängerin Liane das Zelt gefüllt und die Stimmung grandios war, wurde der Marktmeister ruhig, gesteht er.

Beschleunigter Puls

Einen beschleunigten Puls hatte Throm dafür am Sonntagabend. „Als Schäfer Heinrich um 18 Uhr nicht wie angekündigt auf der Bühne stand, war ich leicht verschwitzt“, gibt der 48-Jährige zu. Den singenden Star aus „Bauer sucht Frau“ wollte er unbedingt beim Maimarkt haben (wir berichteten). Nach einem kurzen Anruf hatte sich auch dieses Herzklopfen wieder gelegt. Und vom Schäfer ist Throm absolut begeistert. „Ich kann mich nicht erinnern, dass das Zelt am Maimarkt jemals so voll war.“

Seine Bilanz der vier Festtage fällt positiv aus. „Ich bin zufrieden, Festwirt Horst Gruber ist zufrieden und die Schausteller sind es auch“, so sein Fazit. Sowohl der Freitag als auch der Samstag seien gut gelaufen. Auch wenn Throm der Showband „Grumies“ am Samstagabend noch ein paar mehr Gäste gewünscht hätte. Die „Wahnsinnsband“ habe für Riesenstimmung im Zelt gesorgt. Nur für nächstes Jahr hätte er gerne ein weiteres Fahrgeschäft im Vergnügungspark.

Präsenz gezeigt

Der Marktmeister war häufig auf dem Messegelände zu finden. „Man muss präsent sein“, hatte er sich im Vorfeld zum Ziel gesetzt. Er hatte ein offenes Ohr für die Händler, versuchte Probleme zu lösen und war als Ansprechpartner vor Ort. Kurzum: „Ich habe geschaut, dass es läuft.“ Und das tat es in seinen Augen auch. Sein großer Dank gilt Hauptamtsleiter Marco Hellinger im Boxberger Rathaus, der ihm viel Arbeit abgenommen habe. Unterstützung von seinem Amtsvorgänger Karl Hofmann nimmt der „Neue“ gerne an, die Absprache mit dem erfahrenen Kollegen war eng. „Wir verstehen uns gut und ich habe bei ihm nachfragen können.“ Froh ist der 48-Jährige, dass Hofmann sich um die Organisation des – allerdings nicht geglückten – Weltrekordversuchs mit dem Grünkerneintopf gekümmert hat.

Warum er sich überhaupt auf diese Aufgabe eingelassen hat? „Weil ich ein Ur-Boxberger und mit dem Fest großgeworden bin.“ Als Vereinsmeier, wie er sich selbst nennt, liege ihm viel an der Traditionsveranstaltung um Christi Himmelfahrt. „Ich will einfach verhindern, dass die Messe einschläft.“

Fingerspitzengefühl gefragt

Und dafür setzt er sich mit frischen Ideen ein. Aber er weiß: „Neuerungen sind mit Fingerspitzengefühl anzugehen.“ Von links nach rechts will er nichts umkrempeln, aber das eine oder andere anpacken. Mit der Neugestaltung des Biergartens am Zelteingang und dem frischem Baumgrün an den Zeltpfosten war schon mal ein kleiner Anfang gemacht. Eine ursprünglich geplante Weinlaube habe man wegen der Tanzveranstaltung am Vorabend der Messe kurzfristig abblasen müssen.

Wichtig ist ihm, den Markt mit örtlichen Attraktionen zu bestücken, um die Leute zur Messezeit ins Umpfertal zu locken. Für nächstes Jahr hat er schon einige Pläne. Dann möchte er den Krämermarkt attraktiver machen und die Boxberger Firmen mehr ins Marktgeschehen einbinden. Schließlich solle der Platz vor dem Festzelt gut gefüllt sein.

Roland Throm blickt zufrieden auf die tollen Messetage mit dem gigantischen Wetter. „Ich habe so einen schönen Klöppel bekommen, da muss ich doch weitermachen“, lacht er. Es habe unheimlich viel Spaß gemacht. „Und ich hoffe, dass ich den Besuchern mit dem bunten Programm ein paar gute Stunden bereiten konnte.“