Boxberg

Feierstunde Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum, Förderschwerpunkt Sprache, besteht seit 40 Jahren im Kreis

Mit Ritter Rost auf das Schulleben geblickt

Archivartikel

Das 40-jährige Bestehen der Schule im Schloss Unterschüpf feierten die Schüler und Lehrer mit dem Musical von „Ritter Rost“.

Unterschüpf. In „ihr“ Schloss eingeladen haben Lehrer, Schüler und Eltern des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums, Förderschwerpunkt Sprache. Schließlich sollte ein großer Geburtstag gefeiert werden.

Im Juni 1979 beschloss der Kreistag die Einrichtung einer Schule für Sprachbehinderte im Main-Tauber-Kreis. Der erste Unterricht an der Sprachheilschule fand im September desselben Jahres in Oberlauda statt. Die Trägerschaft übernahm der Main-Tauber-Kreis, die Schulleitung Günter Prieschl.

Bereits wenige Jahre später herrschte große Raumnot. Die Schule brauchte ein neues Domizil und fand dieses in dem eigens für sie frisch sanierten und umgebauten Schüpfer Wasserschloss. 1988 wurden die wunderschönen Räumlichkeiten von Lehrern und Schülern in Besitz genommen. Mit Sabine Behrens-Horvath gab es ab Sommer 2012 eine neue Schulleiterin, ihren heutigen Namen „Schule im Schloss Unterschüpf“ erhielt die Einrichtung 2016 durch den Schulträger.

Mittelpunkt der Feierlichkeiten zum 40. Geburtstag war eine Aufführung der Theater-AG unter Leitung von Alexandra Karagöz mit Unterstützung der Lehramtsanwärterin Lena Riffel. In dem Musical „Ritter Rost feiert mit uns Geburtstag“ wurden die Ereignisse Revue passieren lassen. Mittels einer Zeitmaschine blickten die Zuschauer zunächst ins Jahr 1610, dem Erbauungsjahr des Schlosses, als Ritter Rosenberg der Schlossherr war.

Ritter Rost berichtete seinem alten Freund Ritter Rosenberg, was inzwischen aus seinem Schloss geworden ist, nämlich eine Schule. Er führte seinem Gast vor Augen, welch bemerkenswerte Veränderungen er in seinen Gemäuern beobachtet, seit Schüler hier ein- und ausgehen.

Die Zeitmaschine sprang weiter ins Jahr 1988, dann ins Jahr 2012 und schließlich ins aktuelle Jahr 2019. Immer das gleiche Bild. Kinder sitzen in Schulbänken, Sie lernen. Sie besuchen Arbeitsgemeinschaften. Schulleiter Prieschl tritt vor die Klasse und weiß allerlei über die Bienenzüchterei. Nach den Bienchen folgt Cockerpoo Finchen. Schnell macht es die Runde, Fr. Behrens, die liebt Hunde.

„Kinder, Kinder…wer war wohl ihr Erfinder“, sang der Schulchor mit einem Augenzwinkern und zeigte in weiteren Liedbeispielen die widersprüchlichen Gefühle des Ritters Rost auf. Die musikalischen Beiträge ergänzten die Szenerie auf der Bühne vortrefflich. Einstudiert wurden sie im Offenen Singen, das immer freitags mit allen Klassen stattfindet unter der Leitung von Stefanie Buck-Neuhäuser, Alexander Meissner und Alexandra Karagöz. Nach dieser gelungenen Aufführung wurden die Akteure mit tosendem Applaus von der Bühne verabschiedet.

Verabschiedet wurde schweren Herzens die Schulsekretärin Sabine Rieger, die 16 Jahre lang immer für die Schüler und Lehrer ein offenes Ohr hatte. Die Schüler überreichten ein Bäumchen mit guten Wünschen und sangen ein eigens gedichtetes Lied. Auch Fr. Bartsch, die Vorsitzende des Förderkreises, würdigte die Schulsekretärin Sabine Rieger mit einem Blumenpräsent für ihren engagierten Einsatz.

Dann hatte noch die Trommel-AG ihren Auftritt. Unter der Leitung von Michael Schmitt und Katharina Wolf reisten sie in die Zeit der Indianer und zogen die Zuhörer mit ihrer Trommelmusik, Xylofonklängen und Gesang in ihren Bann.

Als besondere Attraktion war das Spielemobil vom BSK (Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter) gekommen. Mit Rollstühlen konnte ein Parcour abgefahren werden, was den Kindern sichtlich Spaß bereitete. Auch die zahlreichen Spielgeräte wurden mit Begeisterung ausprobiert. beh