Boxberg

Todesfall Kurt Hohstadt, langjähriger Ortsvorsteher, im Alter von 84 Jahren gestorben

Mitbegründer der Schüpfer Weintage

Archivartikel

Unterschüpf.Als langjähriger Kommunalpolitiker und engagierter Winzer hat sich Kurt Hohstadt in seiner Heimatgemeinde einen Namen gemacht. Nun ist er im Alter von 84 Jahren gestorben.

Hohstadt war ein Schüpfer Urgestein. Am 29. Dezember 1933 geboren, ist er seiner Heimatgemeinde stets treu geblieben. Und er hat sich für seine Mitbürger engagiert. Bereits 1962, mit erst 29 Jahren, gehörte er dem Gemeinderat des damals noch selbstständigen Orts Unterschüpf an. Mit der Gemeindereform kümmerte er sich als Stadtrat für die Belange Boxbergs. Bis 1989 gehörte er dem Gremium an.

Die Geschicke Unterschüpfs lagen weiterhin in seinen Händen. Von 1974 bis 1999 fungierte er als Ortsvorsteher. In diese Zeit fielen der Bau des Kinderspielplatzes und der Leichenhalle, die mit viel Eigeninitiative der Bürger umgesetzt worden sind. Auch für die Erschließung von Baugebieten und die Renovierung des Wasserschlosses setzte er sich tatkräftig ein.

Und eine Veranstaltung, die aus dem Kalender der Bürger nicht mehr wegzudenken ist, ist eng mit seinem Namen verbunden: die Schüpfer Weintage. Als Mitbegründer des Weinfestes legte er zusammen mit Karl-Ludwig Oehm als „Mann der ersten Stunde“ Mitte der 1970er Jahre den Grundstein für den Erfolg. Auf Hohstadt geht auch die Idee eines Büttenlaufs im Rahmen des Weinfestes zurück.

Das Engagement für den Wein kam nicht vor ungefähr, war Hohstadt doch in der Weinbaugemeinde großgeworden. Nach der Schulzeit hatte er die landwirtschaftliche Berufsschule und auch die Winterschule besucht. Bis 1970 arbeitete der Verstorbene neben der Landwirtschaft im Lagerhaus Unterschüpf, ehe er zur BfA in Bad Mergentheim wechselte.

Die Weinberge haben es ihm ebenso angetan wie seine Streuobstwiesen. Aus den verschiedenen Sorten entstand in der heimischen Brennerei so manch edler Tropfen, den er zusammen mit seiner Frau Regina herstellte. Die beiden hatten sich beim Fest zur Einweihung des Umpfertalbads kennengelernt und 1958 geheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor.

Neben Beruf, Familie und Gemeinde engagierte sich der Verstorbene auch für die Feuerwehr, der er 20 Jahre lang als Kommandant vorstand. Dafür wurde zum Ehrenkommandanten ernannt. Auch in anderen Vereinen wie dem Obst- und Gartenbauverein, dem Gesangverein und dem Spielmannszug war er mit Rat und Tat zur Stelle.

Die Trauerfeier mit anschließender Beerdigung ist am heutigen Samstag um 14 Uhr auf dem Friedhof. ana