Boxberg

Realschule Neues Projekt heißt Unterricht in Medien

Schüler wirken als Lehrer für Erwachsene

Boxberg.In der heutigen Zeit wird viel darüber berichtet, was Schülerinnen und Schüler alles nicht mehr können. „Früher wurde in der Schule viel mehr gelernt.“, heißt es oft in schnellen, unbedachten Momenten.

Doch ist das wirklich so, dass die Schule heute weniger vermittelt als dies früher noch der Fall war? Sicherlich gehen einige Kompetenzen mit der Zeit verloren, doch die Gesamtsumme an Wissen und Können hat sich mit Sicherheit nicht verringert.

In vielen Fächern ist eine Menge an neuen Erkenntnissen hinzugekommen. Geschichtsbücher wurden erweitert, Biologiebücher und Chemiebücher um neue Forschungen ergänzt. Soziales Lernen und Teamarbeit werden vermittelt, nicht zuletzt auch deshalb, weil Arbeitgeber dies einfordern.

Umgang mit neuen Medien

Doch der wohl größte Bereich, der in den letzten Jahren Einzug in die Schulwelt hielt, ist der Umgang mit modernen Medien und IT-Geräten. Hierzu gehören unter anderem PC, Laptop, Handy und Tablet. Hinzu kommt der Umgang mit der entsprechenden Software und dem Internet, das gerade im Social-Media-Bereich in den vergangenen Jahren ein unheimliches Wachstum erfahren hat.

Immer mehr werden all diese Geräte und Anwendungen unabdingbarer Teil des heutigen Alltages. Deshalb ist es auch notwendig, die Schülerinnen und Schüler entsprechend zu qualifizieren.

Doch wo bleiben all die, die in der Schule nicht mit der Technik vertraut gemacht wurden? Um hier Abhilfe zu schaffen, führt die Realschule Boxberg ein Projekt, das Senioren neue Medien näherbringt, durch. Hier lernen Erwachsene von Schülern, wie entsprechende Medien und Geräte bedient werden. Der Kurs beschäftigt sich dabei mit der Bedienung des Smartphones und geht auf Anwendungen wie Whats App oder Facebook ein. Auch der Umgang mit dem PC und Grundlagen wie Microsoft Word und das Internet werden im Kurs behandelt.

Betrachtet man die Schüler dabei in ihrer Rolle als „Lehrer für Erwachsene“, fällt dem Beobachter auf, dass diese voll und ganz in ihrer Rolle aufgehen. Die Teilnehmer sind dabei voll des Lobes für die engagierten Schüler. „Es macht viel Spaß“, „die Schüler sind immer für alle Probleme offen“, oder „sie gehen mit uns freundlich und hilfsbereit um“ sind Sätze, die der Lehrer des Projektes, Sebastian Müller, immer wieder hört.

„Kurs ist informativ“

Roswitha Frank, eine Teilnehmerin, bringt es auf den Punkt: „Der Kurs an der RSB ist informativ und empfehlenswert. Jeder hat seinen eigenen „Lehrer“, man lernt viel und man traut sich zu fragen. rsb