Boxberg

Dorothea-von-Rieneck-Schule Umbau der Gebäude vorgestellt

Schulhaus II wird generalsaniert

Grünsfeld.Die Planungen für den Kindercampus stellte Bürgermeister Joachim Markert dem Gemeinderat vor. Danach wird der bisherige Bereich der Grundschule zu einer Kindertagesstätte mit Platz für neun Gruppen ausgebaut. Für eine weitere Gruppe werden bereits die Voraussetzungen geschaffen. Ein barrierefreier Zugang zum Krippenbereich ist geplant. Aus zwei bisherigen Klassenräumen wird die Mensa „als Herz der Schule“ mit einer Ausgabeküche entstehen. Eine Tür im rückwärtigen Bereich und ein offener Balkon sind vorgesehen.

Mensa als „Herzstück“

Zwei Räume statt bisher vier sind für die verlässliche Grundschule und die Hausaufgabenbetreuung vorgesehen. Umgebaut werden auch das Lehrerzimmer und Rektorat sowie die weiteren Räume. Neben einem Zimmer für die Schulsozialarbeit sowie ein Besprechungszimmer wird unter anderem auch der Hausmeister dort einen Raum haben. Die sanitären Anlagen will man versetzen und weitere Gruppenräume schaffen. Im zweiten Geschoss sind mehrere Gruppenräume vorgesehen, ebenso Schlafräume. Eine Fluchttreppe müsse noch angebaut werden. Insgesamt ist auch ein Anbau ans Gebäude nötig.

Große Veränderungen erfährt das Schulhaus II aus dem Jahr 1900. Hier steht eine Komplettsanierung bevor. Boden und Estrich werden entfernt, die Decken heruntergenommen, Elektrik und Sanitärleitungen erneuert. Weil nach Aussagen des Bürgermeisters die Statik „nicht ideal ist“, sollen Stahlträger eingezogen werden. Zwei Klassenzimmer mit rund 60 Quadratmetern Fläche sind im Erdgeschoss geplant, dazwischen von beiden Seiten zugänglich ein Gruppenraum. Ein barrierefreier Zugang soll über eine neue Rampe direkt in ein Klassenzimmer führen.

Im ersten Stock sind weitere zwei Klassenräume sowie ein Gruppenraum vorgesehen. Unter dem Dach soll künftig das multifunktionale Lernatelier entstehen, das Möglichkeiten für Gruppenarbeit bietet, und Medienraum werden soll. „Das ist der besondere Mehrwert“, freute sich Markert. Dazu ist eine deutliche Verbesserung der Belichtung nötig, die unter anderem durch zusätzliche Fenster erfolgen wird. Auch hier sind Fluchttreppen nötig. Im Keller könnte, so Markert, ein kleiner Werkraum eingerichtet werden. Der Zugang erfolge weiter über die Außentreppe.

Ins bisherige Technikgebäude wird die Schulverwaltung mit Sekretariat, Rektorat und Lehrerzimmer ziehen. Zudem gibt es einen Besprechungsraum. Auch dieses Gebäude muss komplett saniert werden.

Die Kosten belaufen sich, so der Rathauschef, auf 4,3 Millionen Euro. Bei den Haushaltsplanungen war man noch von 2,6 Millionen ausgegangen. Der Bürgermeister sprach von einer „stattlichen Summe“, für die es 1,22 Millionen Euro an Zuschüssen gibt.

Begonnen werden soll im Schulhaus II und mit den Arbeiten für die Mensa in wenigen Wochen. Kita und Schule würden nach den aktuellen Kriterien ausgestattet. In einem Jahr soll der Umbau für die künftige Grundschule fertig sein. Auch der weiteren Kooperation mit der Andreas-Fröhlich-Schule steht nichts im Wege. dib