Boxberg

Klimaschutzkonzeption Gemeinderat stimmte der interkommunalen Vereinbarung zu

„Seit’ an Seit’“ mit dem Landkreis gehen

Archivartikel

Boxberg.Klimaschutz und Energieeffizienz hat man sich in der Kommune Boxberg auf die Fahnen geschrieben. Deshalb gab es für die Mitglieder des Gemeinderats am Montag im Sitzungssaal des Rathauses kein langes Federlesen: Der interkommunalen Vereinbarung zum integrierten Klimaschutzkonzept für den Kreis will man sich anschließen. „Es ist ein großes Werk mit hehren Absichten“, machte Bürgermeister Christian Kremer deutlich, dass man den Entwurf ohne Probleme mittragen könne. „Das Konzept ist fast deckungsgleich mit unserem, das wir vor einigen Jahren verabschiedet haben.“ Mit dem Kreis könne man „Seit’ an Seit’ gehen“.

Das Klimaschutzkonzept sei ideell zu sehen, Geld für Projekte gebe es nicht. Dafür müsse man die Förderprogramme von Bund und Land im Blick haben. „Aber es gebietet schon die Vernunft, auf den Klimaschutz zu achten.“ Die Einstimmigkeit war für den Rathauschef „ein starkes Zeichen für den Klimaschutz“.

Einvernehmlich war der Beschluss über die Änderung der Bebauungspläne „Gewerbepark am Prüfzentrum (Teststrecke)“ und „Landwirtschaftliche Lehr- und Versuchsanstalt“. Die Firma Förch will auf einem acht Hektar großen Areal ein Logistik- und Kommissionierungszentrum errichten. „Wir haben die Ansiedlung gewollt, jetzt müssen wir auch das Baurecht schaffen“, so Kremer zur Planänderung.

Sein Einvernehmen erteilte der Gemeinderat dem Baugesuch der Firma Rüdinger, die eine Lagerhalle im Bereich Seehof errichten will. Gegen den Wiederaufbau des abgebrannten Stalls in Unterschüpf hatte das Gremium ebenfalls keine Einwände.

Zusammen mit der Gemeinde Ahorn soll ein Heißwasser-Hochdruckreiniger angeschafft werden, der statt des schädlichen Unkrautbekämpfungsmittels Glyphosat eingesetzt werden soll. Beide Bauhöfe hatten sich nach Testläufen mit verschiedenen Geräten für den Einsatz eines HDS Trailer mit 200 Bar von der Firma Kärcher ausgesprochen. Die Kosten von rund 26 000 Euro plus Mehrwertsteuer teilen sich Boxberg mit 70 und Ahorn mit 30 Prozent.

Überzeugt von der Wirkung waren aber nicht alle Stadträte. Alwin Deißler war der Meinung, dass „das Unkraut wenige Tage später wieder da ist“. dib