Boxberg

Feier mit Jahreshauptversammlung VdK besteht seit 70 Jahren

Sozialverband steht allen offen

Archivartikel

Bobstadt/Schweigern.Der VdK-Ortsverband feierte seinen 70. Geburtstag im Gasthaus „Zur Sonne“ in Schweigern. Der Einladung waren zahlreiche Mitglieder gefolgt. Der stellvertretende Ortsverbandsvorsitzende Willi Artinger hieß neben den Mitgliedern zahlreiche Gäste willkommen.

Bürgermeister Christian Kremer ging auf die Entwicklung des Verbandes der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen ein, Er erwähnte, wie aus der Not und dem Elend der Versehrten, Invaliden und Hinterbliebenen der VdK gegründet wurde. Der VdK habe sich ständig weiterentwickelt und bedingt durch die sich wandelnden Bedürfnisse erstreckten sich die Handlungsfelder des Verbandes auf immer mehr Bereiche der sozialen Sicherung und lobte die Fürsorge und Beratungskompetenz. Er bedankte sich für die ehrenamtlich geleistete Arbeit und überreichte zum Jubiläum einen Scheck.

Irma Wild von der evangelischen Kirchengemeinde erinnerte sich als damals siebenjähriges Kind an die schweren Zeiten nach dem Krieg. Sie betonte, wie hilfreich der VdK war.

Der stellvertretende Ortvorsteher Elmar Müller bedankte sich für die wertvolle ehrenamtliche Arbeit und den „Dienst am Nächsten“.

Ulla Wagner vom VdK-Kreisverband berichtete über die positive Entwicklung aus den Gründerjahren bis zum heutigen großen und modernen Sozialverband, das neue Angebot der ehrenamtlichen Wohnberatung, das 70-jährige Bestehen des Kreisverbandes, das am 17. September, in Königshofen gefeiert wird, und den Gesundheitstag in Stuttgart am 6. Oktober. Der Kreisverband unterstützt die Ortsverbände mit einem Geldbetrag zum Jubiläum.

Nach dem Totengedenken blickte Margot Härtl zurück auf 1948, dem Gründungsjahr. Die Anzahl und Namen aller Gründungsmitglieder seien nicht alle bekannt. Darunter waren Gottfried Hammer und Margarete Seichter. In den ersten beiden Jahren war Hans Neubauer Vorsitzender. Darauf folgten von 1950 bis 1952 Otto Geiselhardt, 1953 bis 1954 Paul Grundmann, 1955 bis 1958 Otto Geiselhardt, 1959 bis 1979 Erwin Vogt, 1980 bis 1984 Ernst Lebert, 1985 bis 1994 Heinrich Völker, 1995 bis 2005 Georg Härtl, 2006 bis 2013 Horst Behringer und 2014 bis 2016 Gerhard Weiland.

Die damals eigenständige Ortsgruppe Bobstadt mir ihren Vorsitzenden Heinrich Kranz von 1947 bis 1952, Rudolf Artinger von 1952 bis 1965, Bernhard Stauch 1966 bis 1976 und Herbert Behringer 1977 bis 1989 stellte aufgrund der nur noch 19 verbliebenen Mitglieder den Antrag auf Eingliederung in die Ortsgruppe Schweigern. Durch die Fusion entstand 1992 der Ortsverband Schweigern-Bobstadt.

Die Betreuung der Mitglieder und die Hilfe bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche standen im Mittelpunkt. Es ging um Beihilfen, Versorgungsansprüche und Renten. Nur durch den Einsatz des VdK wurden den betroffenen Kriegsopfern und Hinterbliebenen Rechte zugestanden, die man nicht selbstverständlich gewährte. Sie mussten erst in harten Auseinandersetzungen erkämpft werden. Die vielen Aktivitäten, wie die alljährlichen Weihnachtfeiern und gemeinsame Ausflüge, förderten den Zusammenhalt. Die finanziellen Mittel waren immer sehr beschränkt. Der VdK hat sich ständig weiterentwickelt.

Der VdK-Bundesverband zähle 1,85 Millionen Mitglieder, der Ortsverband Schweigern-Bobstadt bestehe derzeit aus 180 Mitgliedern. Nachdem hauptamtliche Sozialrechtsexperten alljährlich Millionenbeträge an Nachzahlungen für Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten erstreiten, sei der VdK wichtiger denn je.

Dann verlas Kassierin Margot Härtl einen positiven Kassenbericht. Die Kasse wurde geprüft von Hubert Schürle und Berthold Haun. Der Revisor Berthold Haun bestätigte in seinem Prüfbericht eine gut geführte Kasse. Die Entlastung war einstimmig.

Es folgte die Ehrung für langjährig treue Mitglieder. Die Urkunden und Treueabzeichen lagen bereit für 40, 25 und 10-jährige Mitgliedschaft. Bei Kaffee und Kuchen tauschte man noch Erinnerungen aus. vdk