Boxberg

Närrischer Unterhaltungsabend Narrhalla Boxberg bot wieder eine fünfstündige Show der Superlative in der Umpfertalhalle

Stimmungswogen schlugen hohe Wellen

Archivartikel

Es war wiederum ein närrischer Glanzpunkt in der Umpfertalmetropole, als der „Große närrische Unterhaltungsabend“ der Boxberger Narrhalla über die Bühne ging.

boxberg. Tanz, Bütt und Musik sorgten für tolle Stimmung – die Narrhalla hatte alle Register gezogen, um seinem Narrenvolk eine Show der Superlative zu bieten. Auch nach einem fünfstündigen Programm schlugen die Stimmungswogen noch haushohe Wellen.

Sitzungspräsidentin Erika Schlesinger als erprobte Fastnachterin eröffnete den Abend mit Reim und Vers und jeder Menge Humor. Mächtig ins Zeug legte sich gleich zum Start die Big Band des Musikvereins Umpfertal mit Bandleader Jürgen Metzger. Holger Ebert, Präsident der Öwerlaudemer Rootze, ließ es bei seinem Grußwort richtig närrisch krachen.

Dann verabschiedeten Präsident Gerd Schlesinger, Präsidiumsmitglied Ralf Dittmann, Sitzungspräsidentin Erika Schlesinger, Prinzessin Carmen I. und Prinz Hartmut II. Susanne Adelmann und Vera Scherer als aktive Trainerinnen der Garden.

Die Narrhalla und ihre Aktivitäten als närrische Botschafter hätten die Umpfertalmetropole weit über die Grenzen bekannt gemacht, lobte Bürgermeister Kremer. Besonders gratulierte er den beiden Tanzmariechen Ayla und Fe zu ihren ersten Plätzen beim Turnier des Main-Neckar Ringes.

Dann ging es Schlag auf Schlag im bunten Programm, das die Nachwuchsgarde der Narrhalla „Die roten Minifunken“ mit ihrem schwungvollen Gardetanz eröffnete. Klein aber fein: Die ersatzgeschwächte Showtanzgruppe der Schlossgeister des TSV Unterschüpf, die viel Rhythmus und Schwung in ihren Tanz zauberte.

Ein absoluter Knaller war die Bütt von Holger Löffler von den (Wald) Stettemer Besche, der als Liesele vom Stettener Fuchseloch die Lachmuskeln der Narrenschar aufs Äußerste strapazierte. Ein wahrer Augenschmaus war die Darbietung der gemischten Showtanzgruppe vom TSC Walldürn. Premiere beim Boxberger Narrhallabend gab es für die Prinzengarde aus Oberlauda, die sportlich, schwungvoll und mit viel Grazie alle Facetten des Gardetanzes präsentierten. Sie durften nicht fehlen, die Männershowtanzgruppe Boxberg von Narrhalla und VfB. Rauschender Beifall schon als die 30 Männerbeine, blondes Haar, eingehüllt in weißen Tanzkleidern und mächtig aufgeputzt die Bühne betraten und mit viel Elan und Grazie mit ihrer Tanzshow ihren weibliche Vorbildern mächtig Konkurrenz machten. Ayla Korkut und Fe Kohler zeigten ihr Talent bei ihren Solotanzdarbietungen und im Duett. Dass der Beifall kaum ein Ende fand, war mehr als verständlich. Bandleader Jürgen Metzger, assistiert von vier seiner Bandmitglieder, bewies, dass man mit Händen und Füßen gleich vier Instrumente zum Klingen bringen kann. Dass das Prinzenpaar 2019 nicht nur zwei huldvolle, wortgewandte, närrische Regenten sind, sondern auch selbst den Tanzsport pflegen, wurde in ihrer Soloeinlage auf der Narrhallabühne deutlich.

Quirlig, bunt und dynamisch ging es auf der Narrenbühne weiter als die Schwachemer Dance Girls als junge Wilde der 70er, 80er und 90er Jahre über die Bühnenbretter wirbelten. Dass es in Boxberg einiges zu kehren gibt, brachten die beiden Straßenkehrer Roland (Throm) und Güni (Günter Ruck) in ihrer Bütt auf den Punkt. Galaktisch wurde es beim Showtanz der Dainbacher Power Girls, die auf den Spuren von Alexander Gerst einen tänzerischen Ausflug in den Weltraum unternahmen. Die Showtanzgruppe des Elferrates Osterburken begab sich auf einen Mädelsausflug in die Hauptstadt Berlin und zeigte ihr Können in ihrer mitreißenden Musikshow. Graziös, schwungvoll und mit großer Präzision präsentierte sich die Garde der Narrhalla Silberfunken, bevor es auf der Narrenbühne schaurig-schön wurde. Denn die Männershowtanzgruppe Vilchband verstand es die Narrenschar in die dunkle, mystische Welt Transsylvaniens zu entführen.

Dann erzählten die fünf Umpferlärchen von den Elwetritschefängern der Narrhalla mit ihrer Gesangsparodie von den Leiden und Freuden als Ehefrau und wurden mit reichlich Beifall belohnt. Teuflisch und feurig tanzten die roten Teufelchen der Dancing Moskitos Königshofen über die Narrhallabühne und brachten die Narrenschar damit so richtig in Schwung. Den Schlusspunkt setzte die Rot-Gold-Garde der Narrhalla mit ihrem Gardetanz, bevor sich beim Finale alle noch einmal auf der Bühne versammelten.