Boxberg

Tradition Narrhalla und Bocknarren ließen mit Geldbeutelwäsche und Fastnachtsverbrennen die närrische Zeit ausklingen

Tränenreich die Kampagne beendet

Mit einem großen Feuer und der traditionellen Geldbeutelwäsche beendeten die Boxberger Narren die Fastnachtskampagne.

Boxberg. Auch wenn die Temperaturen frostig waren, dem Finale für die Boxberger Fastnacht 2018 am Faschingsdienstag tat dies keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil. Man haute noch einmal so richtig auf die Pauke, bevor sich die kurze aber knackige Kampagne 2018 ihrem Ende zuneigte.

Umpferpforzer ließen es krachen

War der Umzug am Nachmittag der närrische Höhepunkt, so fand er am Abend mit dem Fackelzug von der Umpfertalhalle zum Narrenbrunnen an der Sparkasse und anschließend zur Fastnachtsverbrennung am Sportheim seine Fortsetzung. Und die Umpferpforzer ließen es dabei noch einmal so richtig krachen, als sie die traditionelle Geldbeutelwäsche am Narrenbrunnen einläuteten.

Groß war die Narren- und Gästeschar, als die letzten noch vorhandenen Groschen aus den Geldbeutel gewaschen und danach die Fastnacht verbrannt wurde. Es war ein buntes, närrisches Bild, als sich die Bocknarren- und Narrhalla-Oberen mit ihrem Gefolge um den Narrenbrunnen scharten, und mit leidvollem Gesicht in die leeren Geldbeutel blickten, bevor sie diese gründlich auswuschen, damit wieder Platz für die kommende Kampagne 2019 geschaffen wurde.

Großartige Kampagne

Hoch vom Narrenbrunnen, begleitet vom lautstarken „Ho Narro“ und „Elwetritsche spring nei!“ sowie einer großen Schelle bedankten sich Zunftmeister Günter Ruck, Narrhalla-Präsident Gerd Schlesinger und sein Vize Ralf Dittmann bei der Narrenschar für die großartige Kampagne.

Doch wenn auch bei Zunftmeister Günter Ruck die Wehmut über das Ende der Kampagne 2018 zu hören war, so waren die Rufe umso herzhafter, mit denen sich das Narrenvolk im Fackelschein auf den Weg zum Sportheim machte, um nach altem Brauch die Fastnacht zu verbrennen. Es war schon eine wehmütige Stimmung, als die bunte Narrenschar sich dort um den hoch aufgeschichteten Reisigberg versammelte.

Trost und Freude

Zunftmeister Ruck und seine Narrhallakollegen Schlesinger und Dittmann konnte Dank, Freude und Wehmut kaum in Worte fassen. Doch Schlesinger spendete Trost und verkündete, dass am 11. 11. der Startschuss für die Kampagne 2019 fällt.

Dann wurde der Reisigberg – das Symbol für die Boxberger Fastnacht – gemeinsam entzündet. Funkensprühend schossen die Flammen des helllodernden Feuers in den Boxberger Nachthimmel und ließen alle Narren wissen: „Die Fastnacht 2018 ist Vergangenheit!“

Heringsessen zum Ausklang

Nach einer intensiven Kampagne und dem Abschied von der Boxberger Fastnacht war es ebenso wichtig, dem Kater vorzubeugen. Da war das anschließende Heringsessen im Sportheim mit einem gemütlichen Faschingsausklang passend. prewe